Süße Vergleiche beim Neujahrsempfang der Pfarrei Sankt Marien

Von: Anna Petra Thomas
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Die Hauptreferenten beim Neujahrsempfang der Pfarrei St. Marien in der Begegnungsstätte am Pontorsonplatz: die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gitta Heckers und Propst Thomas Wieners. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Nach einer Messe in St. Georg für alle sieben Gemeinden der Wassenberger Pfarrei St. Marien hatten Pfarrgemeinderat und Pastoralteam in diesem Jahr erstmals zum Neujahrsempfang in die Begegnungsstätte am Pontorsonplatz eingeladen.

Anhand des Proviants in ihrem Rucksack, insgesamt neun Tafeln Schokolade unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, hielt Gitta Heckers als Vorsitzende des Pfarrgemeinderats vor großem Publikum Rückschau auf das Jahr 2013, blickte aber auch in die Zukunft.

Die Sorte „Espresso“ zum Beispiel stand da für den „Coffee to stay“ im Anschluss an die Familienmessen sonntags in Pfarrheim und Pfarrgarten. Mit „Rum Trauben Nuss“ verband sie Gedanken an die großen Feste in der Stadt wie etwa den Schlemmermarkt, mit „Knusperflakes“ das ehrenamtliche Engagement für den Pfarrgarten hinter St. Georg. „Nougat“ symbolisierte die Wahl des neuen Pfarrgemeinderats von St. Marien. „Einige Mitglieder sind ausgeschieden, andere geblieben, neue hinzugekommen“, erklärte sie. „Der Geschmack der vergangenen vier Jahre liegt zwar noch auf der Zunge, aber die Schokolade ist geschmolzen, und wir können mit viel Engagement und Enthusiasmus das Neue die nächsten vier Jahre gestalten.“

Dazu passend präsentierte sie die Sorte „Olympia“ als Sinnbild für das umfassende Pastoralkonzept der Pfarrei. Mit „Marzipan“-Schokolade blickte die Vorsitzende auf den Besuch von Weihbischof Karl Borsch am Jahresende zurück. „Es war noch ein wenig der Geschmack der Fusion zu spüren, „aber der Marzipan, der Aufbruch, überdeckt mehr und mehr die Vergangenheit.“ Der Weihbischof habe sich während seines zweiwöchigen Besuchs in Wassenberg die Sorgen und Nöte angehört, auch kritische Fragen gestellt, „aber letztendlich den Aufbruch in unserer Pfarrei gespürt“.

Mit „Vanille Mousse“ rief sie schließlich alle auf, sich von der Aufbruchstimmung des vergangenen Jahres anstecken zu lassen und den Rucksack für 2015 neu zu packen. Das Pastoralteam stellte anschließend das Pastoralkonzept für St. Marien vor. „Glaube, der dem Leben dient“ lautet sein Leitsatz, den Propst Thomas Wieners ergänzte mit „ein Leben, das Gott dient.“ Die Spannung in der Pfarrei sei allen klar, erklärte er, denn die sieben dazu gehörigen Gemeinden sollten auf der einen Seite Eigenständigkeit bewahren, auf der anderen aber auch zusammenwachsen.

Wichtig seien zudem die Grundwerte, von denen der Sonntag einer sei. „Auch in der Ökumene ist noch Luft nach oben“, erklärte er und freute sich, die neue evangelische Pfarrerin Sabine Frauenhoff beim Empfang begrüßen zu können. „Es gibt so viel ehrenamtliches Engagement in unseren Gemeinden, dass man nur staunen kann“, erklärte Gemeindereferentin Heidrun Skowranek, die gemeinsam mit Pfarrer Gerald Tanye die Familien- und die Jugendpastoral als Schwerpunkte des Konzepts erläuterte.

Nur so habe die Pfarrei eine Zukunft. Bürgermeister Manfred Winkens nahm die Gelegenheit zu einem politischen Rück- und Ausblick wahr. Er dankte dem Propst für die Zusammenarbeit von Stadt und Kirche, die bisher immer „hervorragend funktioniert“ habe. Eventuell könnten Stadt und Kirche künftig auch gemeinsam zum Neujahrsempfang einladen, regte er an. Für den musikalischen Rahmen des Empfangs sorgten von der Kreismusikschule Andreas Schell und Jennifer Hass mit Klavier und Geige.

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