Suche nach Konzept für die Kölner Straße

Von: Helmut Wichlatz
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Wie kann die Innenstadt für Besucher attraktiver werden? Die Suche nach dem richtigen Weg dauert an und geht in eine neue Testphase. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Drei gemeinsame Anträge von CDU, FDP und Freien Wählern sorgen seit Monaten für Gesprächsstoff. Es geht mal wieder um die Belebung der Innenstadt und eine allseits verträgliche Verkehrsführung.

So soll die Rendezvous-Haltestelle an der Kölner Straße einseitig in einer einjährigen Testphase für den Verkehr geöffnet werden. Darüber hinaus soll die Fahrtrichtung auf der Kölner Straße umgedreht und in Richtung Bahnhof verlaufen. Weiterhin sollen rund zehn zusätzliche Parkplätze im Bereich der oberen Kölner Straße dafür sorgen, dass mehr Autofahrer die Straße ansteuern, um in den dortigen Geschäften einzukaufen. So der Plan der drei Fraktionen, die zusammen über eine satte Mehrheit im Rat verfügen.

Auf ihr Konto ging auch die kurzfristige und zeitlich beschränkte Öffnung des Johannismarktes für die Nutzung als zusätzlicher Parkplatz. Auf dem Weg in den Rat und damit der Umsetzung entgegen passierten die drei Anträge nun den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe. In der vergangenen Woche waren sie schon im Bezirksausschuss Mitte kontrovers diskutiert worden.

Kontrovers deshalb, weil SPD und Grüne die Vorhaben vehement ablehnen und lieber ein aktuell zu erarbeitendes Verkehrskonzept für die Innenstadt hätten. Und das sollte auf jeden Fall vorsehen, den Autoverkehr weitestgehend aus der Stadtmitte zu verbannen. Dies ist jedoch aus Sicht des Erkelenzer Handels der falsche Weg, um als Einkaufsstadt gegen den immer dominanter werdenden Nachbarn Hückelhoven zu bestehen.

Dementsprechend entbrannte im Ausschuss eine Diskussion darüber, wie mit den Vorhaben der drei Antragsteller umzugehen sei. Astrid Wolters von der SPD bezeichnete die Öffnung des Kölner Tores als falsche Lösung und bezweifelte, dass die Öffnung der Innenstadt für den Verkehr an den Leerständen an der Kölner Straße etwas ändern werde. Stephan Muckel von der CDU wies darauf hin, dass die Anträge aus den Gesprächen mit dem Gewerbering hervorgegangen seien. Darüber hinaus sollten die Anträge nicht „den Verkehr auf die Kölner Straße bringen, aber das Parken dort ermöglichen“.

Dieter Spalink (SPD) forderte erneut ein umfassendes Konzept, das gemeinsam erarbeitet werden müsse, und bezeichnete die Anträge als nicht zielführend. Er plädierte dafür, dass die Anträge zurückgezogen werden sollten, bis ein Konzept erarbeitet sei.

Eine Probephase

„Den großen Wurf hat man hier seit 40 Jahren versucht“, erklärte CDU-Ratsherr Marwin Altmann. Gelungen sei er bislang noch nicht. Er verwies darauf, dass es sich um eine Probephase handele. Kalle Frings von der Bürgerpartei erklärte, dass die Probleme auf der Kölner Straße „hausgemacht“ seien und auf vergangene Fehlplanungen zurückzuführen seien.

Über Details wie eine neue Pflasterung, die die geänderten Vorfahrtsverhältnisse an der Hermann-Josef-Gormanns-Straße und Kölner Straße optisch hervorheben soll, wird noch zu beraten sein.

Mit elf zu sechs Stimmen passierten die drei Anträge aber den Ausschuss und werden nach dem noch zu passierenden Hauptausschuss auf der nächsten Ratssitzung behandelt.

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