STV Lövenich setzt auf Ulrich Deckers

Von: sie
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Erkelenz-Lövenich. „Ein überwältigendes Votum in schwierigen Zeiten“, lautete der treffende Kommentar nach der Wahl von Geschäftsführer Ulrich Deckers zum ersten Vorsitzenden des STV Lövenich.

28 der 33 Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung ins Vereinsheim gekommen waren, stimmten für Deckers, drei hatten sich bei der geheimen Wahl gegen ihn ausgesprochen, zwei enthielten sich. Die Wahl war nötig geworden, weil der bisherige Vereinschef Michael Meuser am 7. April zurückgetreten war. Deckers bedankte sich bei Meuser und hoffte auf weitere Unterstützung durch den ehemaligen Vorsitzenden.

Die erste Fußballmannschaft hatte in der Kreisliga B einen Traumstart erwischt, war nach der Hinrunde Sechster und letztlich im Tabellenmittelfeld gelandet. Durch Verletzung, Beruf oder Studium hatte dem STV Personal gefehlt. Die Trainingsbeteiligung sei aber immer ansprechend gewesen – ein Verdienst von Trainer Hartmut Scheufen.

„Zusammenhalt und Kameradschaft sind vorbildlich“, konstatierte Deckers. Eine gute Hinrunde hatte auch die zweite Mannschaft in der Kreisliga C gespielt. Die erste Mannschaft verliert einige Leistungsträger, die der Verein auch nicht gleichwertig ersetzen kann. „Trainer Hartmut Scheufen wird diesen Weg nicht mit uns gehen“, sagte Deckers, der dafür vollstes Verständnis hatte. Er lobte Arbeit und Engagement von Scheufen. „Das ist das Beste, was ich in 20 Jahren Vorstandsarbeit erlebt habe“, stellte Deckers dem scheidenden Trainer ein hervorragendes Zeugnis aus.

Der STV wird die Lücken durch Spieler der zweiten Mannschaft auffüllen. Sascha Ranta und Heinrich Thelen übernehmen das Traineramt und werden von Dirk Heimanns unterstützt. Eine zweite Mannschaft wird der STV nicht mehr melden. „Ziel der ersten Mannschaft ist der Klassenerhalt, Überraschungen sind nicht ausgeschlossen“, meinte Deckers. Ins Spielgeschehen eingreifen sollen wieder die Alten Herren, die derzeit außersportlich sehr aktiv sind.

Nicht rosig ist die finanzielle Situation, so Kassiererin Manuela Meuser. Man hatte zwar die Aufgaben reduziert, aber die Einnahmen waren auch geringer geworden.

Jugend kooperiert bereits

Der STV-Vorstand hatte Anfang Mai informelle Gespräche mit dem Nachbarn Viktoria Katzem aufgenommen. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit, die dann in eine Fusion münden könnte. Das letzte Wort hätten dann aber die Mitglieder. Dem STV gehören 307 Mitglieder an, 131 davon sind Kinder und Jugendliche. Die Jugendabteilung hat die Zusammenarbeit mit Katzem und Holzweiler vertieft. Mit zehn Jugendmannschaften wird man in der kommenden Saison vertreten sein, sagte Jugendleiter Thomas Wenke.

Der Vorstand wird sich auch darum bemühen, die Straße, die am Vereinsheim vorbeiführt, Toni-Zündorf-Allee zu nennen. Geehrt wurde der Ehrenvorsitzende: Egon Bußdorf ist seit 50 Jahren STV-Mitglied.

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