Stunksitzung in Erkelenz: Probeneinblicke

Von: Helmut Wichlatz
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Bis Januar 2017 ist noch viel zu tun: Einblick in die Proben der Stunker aus Erkelenz. Foto: Wichlatz
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Wolfgang Klein und Raphael Meyersieck bei der Probe.

Hückelhoven-Hilfarth. Bei den Proben lassen sich die Stunker normalerweise nicht über die Schulter blicken. Diesmal machten sie eine Ausnahme und hatten in die evangelische Kirche in Hilfarth eingeladen. Dort finden in einem Seitenraum der Kirche seit September die Proben statt. Angefangen wird mit Leseproben, bei denen auch am Text gefeilt wird. Jetzt ist man so weit, dass die Szenen durchgespielt werden.

„Das Programm steht zu 97 Prozent“, verrät Dominik Mercks. Acht Schauspieler treten immer wieder in neuen Rollen auf, da muss irgendwann alles auf den Punkt sitzen. Trotzdem ist Platz für Improvisation und neue Ideen. Für jeden Sketch gibt es einen anderen Regisseur.

Brötchen und aufgeschlagene Eier

Beim Besuch der Bundestagskandidaten am Frühstückstisch ist es Raphael Meyersieck. Die Szene wird angespielt. Mit echten Brötchen und aufgeschlagenen Eiern in der Pfanne. Dann wird besprochen, was anders gemacht werden kann oder wie eine bestimmte Geste das gesagte unterstreichen könnte. Spätestens im Dezember soll alles sitzen.

Dann beginnt die mittlerweile achtköpfige Stunker-Band mit ihren Proben. Sie gehört zu den Aushängeschildern des Erkelenzer Stunk und war mit ihrem Programm aus den letzten Sitzungen auch bei der Erkelenzer Musiknacht im Mai dabei. Während die Proben laufen, wird nebenbei fleißig am Bühnenbild gebastelt und geschraubt. Hier stehen dem Team Ralf und Gerd Blum aus Rath-Anhoven mit Rat und Tat zur Seite.

Angefangen haben die Stunk-Macher vor vier Jahren mit einer Sitzung, dann musste schon eine zweite veranstaltet werden, weil die Nachfrage nach den Karten so groß war. In der kommenden Session gehen die Stunker mit drei Sitzungen in der Erkelenzer Stadthalle an den Start. „So ist Platz für insgesamt 1200 Zuschauer“, erklärt Mercks. Er rechnet damit, dass die Karten schnell ausverkauft sein werden.

In diesem Jahr können die Karten sowohl online als auch direkt bei den Veranstaltern gekauft werden. Der Online-Verkauf beginnt am Sonntag, 27. November, um 18 Uhr über die Homepage unter www.stunk-erkelenz.de. Wer die Karten „offline“ besorgen möchte, der hat vom 5. bis zum 9. Dezember Gelegenheit dazu. Jeweils von 16 bis 18 Uhr werden die Karten in den Geschäftsräumen der KulturGarten GmbH, Aachener Straße 75, verkauft. Mittlerweile erhalte die Gruppe Anfragen aus der gesamten Region nach Karten, sagt Meyersieck.

Die Szene hat er mittlerweile besprochen und man hat sich darauf geeinigt, wo der Bundestagskandidat „Carsten Oetker“ von der CDU seine mitgebrachten Brötchen platzieren kann. Sie landen neben denen des SPD-Kandidaten Norbert Spandorf, der sich währenddessen redlich an den Rühreiern abarbeitet, bis die grüne Landtagskandidatin auf der Bildfläche erscheint und erklärt, dass Rühreier Ländersache seien.

Anschließend beginnt sie mit der Befragung der Gastgeber, die ihr erklären sollen, weshalb sie sich denn ausgerechnet von ihnen wählen lassen sollte. Nachdem das und die Frage nach der Platzierung der Brötchen geklärt sind, geht es weiter. Die acht Darsteller müssen schließlich in viele Rollen schlüpfen.

Gefundenes Fressen

Dass es im kommenden Jahr gleich zwei wichtige Wahlen gibt, ist natürlich für die Textlieferanten im Stunker-Team ein gefundenes Fressen. Denn die sind fest planbar. In anderen Fällen muss man Glück haben, weiß auch Wolfgang Klein. Denn das Flüchtlingsthema hatten die Stunker für die letzte Sitzung schon ausgearbeitet, bevor es zu der sogenannten Flüchtlingskrise kam. Auf der Bühne war es dann aber umso aktueller. Klein selbst genießt mehr Freiheit, denn er kann seinen Text noch bis kurz vor den Sitzungen ändern und neu schreiben oder auf Ereignisse reagieren. Was die Besucher nächstes Jahr erwartet, das verraten die Stunker noch nicht. Es wird aber gemunkelt, dass für einen Sketch die gesamte Wegberger Kanalisation auf der Bühne der Stadthalle nachgebaut werden soll. Zuzutrauen wäre es der Gruppe.

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