Studentische Vorschläge für Zukunft des Tourismus

Von: Anna Petra Thomas
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Wassenberg/Roerdalen. Fünf Studentinnen der Hotel Management School Maastricht wollen Impulse für den Tourismus setzen. Für ihre Bachelorarbeit haben sie fünf Monate lang untersucht, wie das Freizeitangebot und das Angebot für Touristen in Roerdalen und in Wassenberg verbessert werden kann.

Die Ergebnisse präsentieren Nina Brouwers, Vera Dinissen, Eline Hülkenberg, Marjolein de Jong und Lucia Vinke nun im Kasteel Daelenbroek in Herkenbosch. Der Titel: „Samen staan we sterk – Zusammen sind wir stark“.

Auftraggeber für ihr Projekt waren die Unternehmensvereinigung Gastvrij Roerdalen-Wassenberg und die Gemeinde Roerdalen. Die Studentinnen beschrieben, dass sie für ihre Arbeit Gespräche mit Vertretern der Mitgliedsunternehmen und der Kommunen geführt hatten. Zusätzlich verschickten sie einen Fragebogen an weitere Unternehmen. Die Rücklaufquote: 30 Prozent. Normalerweise kämen bei Fragebogenaktionen gerade einmal zehn Prozent zurück, sagten sie.

Grundlegendes Ziel sei eine Verbesserung der Zusammenarbeit der Unternehmen in beiden Kommunen, schreiben die Studentinnen in ihrer Arbeit. Derzeit gebe es jedoch keine oder unterschiedliche Ansichten über die Art dieser Kooperation. Beleuchtet wurden die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensvereinigung und der Kommune sowie die Bedürfnisse der noch nicht angeschlossenen Unternehmen in Bezug auf eine neue Mitgliedschaft.

Es müsse eine gemeinsame Vision erarbeitet werden, um nicht auf „Dorfniveau hängenzubleiben“, so das Fazit der Gruppe. Wesentliches Instrument der Kooperation solle das Internet sein. Chancen sehen die Studentinnen vor allem in Bezug auf die interne Kommunikation in der Vereinigung und auf eine Verteilung von Aufgaben. Wichtig sei zunächst, Vertrauen zu schaffen, zudem ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, natürlich immer unter Berücksichtigung der sicherlich vorhandenen „Sprach- und Kulturbarriere“. In der Außendarstellung müssten der Bekanntheitsgrad der Vereinigung verbessert und die Angebote für Freizeit und Tourismus optimiert werden.

Ein Vertreter der Unternehmensvereinigung aus Hilvarenbeek stellte ein erfolgreiches Beispiel einer Kooperation in den Niederlanden vor, das unter dem Motto „Land van de Hilver“ seine Freizeit- und Tourismusangebote vermarktet. Deutlich wurde dabei auch, dass es sich nicht nur für Gastronomen lohnt, in einer solchen Vereinigung Mitglied zu sein.

Giel Polmann, Direktor der Vereniging voor Vreemelingenverkeer (Vereinigung der niederländischen Tourismusbüros, kurz VVV) für Nord- und Mittel-Limburg, stellte weitere Möglichkeiten der Kooperation vor. Eine der fünf wichtigen Säulen des Tourismus sei gerade die Grenzlage, betonte er. Wichtig sei in diesem Zusammenhang natürlich auch eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. „Ganz wichtig ist aber vor allem, dass man etwas macht – und nicht nur sagt ,Ja, das habe ich gelesen‘“, so Polmann.

„Ich bin bereits seit langer Zeit Mitglied im Gastvrij Roerdalen-Wassenberg. Und ich bereue keinen Tag. Dadurch ist schon so viel in Bewegung gekommen“, sagte am Rande der Veranstaltung Birgit Wilms-Regen. Sie würde sich eine größere Beteiligung deutscher Unternehmer in dieser grenzüberschreitenden Gemeinschaft wünschen, „die nicht nur Gastronomen anspricht“, sagte sie.

Und dann nutzte auch Birgit Wilms-Regen die verbleibende Zeit auf Kasteel Daelenbroek, um neue Unternehmer jenseits der Landesgrenze kennenzulernen.

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