Streit um 1800 Euro für schmucke Schilder

Von: Daniel Gerhards
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Zankapfel Ortsschild: Bürgermeister und Opposition streiten um Kosten für die Schilder. Foto: agsb

Selfkant-Isenbruch. Am Samstag wird der westlichste Punkt Deutschlands in Selfkant-Isenbruch eröffnet. Ein 500.000-Euro-Projekt mit großer Strahlkraft auch über den Selfkant hinaus. In der Gemeindevertretung stritten sich Opposition und Bürgermeister am Donnerstag trotzdem noch einmal.

Es ging nicht um das Projekt als solches, sondern um schmückende Ortsschilder, die in Isenbruch noch vor der Eröffnung des Westzipfelpunktes aufgestellt werden sollten. Kostenpunkt: maximal 1800 Euro.

Bürgermeister Herbert Corsten hatte den Fraktionen einen Dringlichkeitsbeschluss vorgelegt, in dem die Ratsvertreter der Anschaffung der Schilder zustimmen sollten, um alle Ratsmitglieder einzubinden, wie er sagte. Unterschrieben war das Papier von Bürgermeister Corsten und Heinz Stassen für die CDU-Fraktion.

Die Fraktion von Pro Selfkant äußerte sich daraufhin ausführlich schriftlich zu dem Antrag. Den Inhalt des Schreibens könne Corsten „nicht nachvollziehen“, sagte er in der Ratssitzung. Er zog den Dringlichkeitsbeschluss zurück und entschied kurzerhand selbst, dass das Geld für die Schilder ausgegeben wird. Das ist rechtlich zulässig, stößt der Opposition aber bitter auf.

„Bananenrepublik“

Josef Werny (SPD) sagte: „Sie können nicht erwarten von uns als Bürgermeister ernstgenommen zu werden, wenn Sie sagen, dass sie alle mitnehmen wollen und das Gegenteil tun.“ Werny komme sich vor, wie in einer „Bananenrepublik“. Christian Tellers (Grüne) ging noch einen Schritt weiter: Er bezichtigte Corsten gar der Lüge. Auch er sagte, dass Corsten zwar behaupte auch die Opposition einbeziehen zu wollen, sich aber nicht entsprechend verhalte. Corsten wies die Vorwürfe strikt zurück.

Die ganze Diskussion ist wohl auch der anstehenden Bürgermeisterwahl im Selfkant geschuldet. Die Art und Weise der Diskussion zeigt, dass die Opposition wohl schon in den Wahlkampfmodus geschaltet hat. 

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