Stolze Sankhasen in tierischer Gesellschaft

Von: mb
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Auch auf ihren Nachwuchs können die Sankhasen bauen. Bei der Prunksitzung gab es kräftigen Applaus. Foto: Monika Baltes

Wassenberg-Myhl. „Ene Besuch im Zoo“ ist immer Garant für ein paar vergnügliche Stunden. Das weiß auch der Myhler Karnevalsverein Sankhasen, der seine Prunksitzung unter dieses Motto gestellt hatte. Mit viel Humor präsentierten David Specks und Natalie Rolfs das tierisch schöne Programm in der Mehrzweckhalle Myhl.

Auf der Bühne tummelten sich bewährte Attraktionen, außerordentliche Raritäten, bejubelte Neuzugänge und eigene Zuchterfolge – kurz alles, was eigene Gehege und Leihgaben von umliegenden Tierparks zu bieten hatte.

Dicht besetzt ist in Myhl das Gehege der langbeinigen Leichtfüße. Die Garden 1 und 3, die Tanzmariechen Lena, Mia und Annika und die Wild Girlies tanzten sich rasant, akrobatisch und anmutig in die Herzen des Publikums. Aus dem Bereich Wat-, Schreit- & Stelzvögel war das Männerballett sehr zum Vergnügen des Publikums zu Gast.

Die „Lady Gaga aus der Papageiensiedlung“, wie sich das „Vingströschen“ (Sabine Holzdeppe) selber nennt, war aus Köln-Vinst angereist und gehört eindeutig in die Gattung komische Vögel. Als Vertreter einer vom natürlichen Aussterben bedrohten Rasse präsentierten sich Ernst und Willi als „sexiest Rentner alive“. Auch die ausgelassenen Rudeltiere der Bands hatten leichtes Spiel. Mühelos schwappte die Stimmung bei den Auftritten von „Solala“ aus Klinkum und den „Dröpkes“ aus Rheindahlen in den Saal.

Ein Lieblingsgehege der Sankhasen ist ohne Zweifel der niedliche Streichelzoo. Ein putzmunterer Sankhas (Peer Küppers), ein entzückendes Kinderprinzenpaar (Prinz Benedikt I. (Baritsch) und Prinzessin Julia I. (Essers)) und eine bezaubernde Mini-Prinzengarde rissen das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Besonders stolz sind die Sankhasen auf ihren Neuzugang.

Denn „zum ersten Mal in der gefühlten 265-jährigen Geschichte des Myhler Karnevals“ hat ein Prinzenpaar die Regentschaft übernommen. Charmant und fröhlich stellten sich Prinz Stefan I. und Prinzessin Ina I. (Essers) dieser Aufgabe, lautstark gefeiert vom voll besetzten Saal. Den Einzug des Prinzenpaares begleitete der Fanfarenzug Blau-Weiß Bochum-Hamme.

Und dann gab es da noch eine besondere Rarität, die längst nicht mehr in jedem karnevalistischen Zoo zu finden ist. Aus dem Exotenhaus der spitzzüngigen Großmäuler standen Verena Karaskiwiecz und Madeleine Wallraven als echte Eigengewächse vor einem hingerissenen Publikum. In schicken neuen Kittelschürzen beobachteten sie das Geschehen im Dorf mit Witz und Humor.

Der Gedenktag zur Dorfkneipenschließung, die Gefühlslage der ortsansässigen Ärztin, die Ausreden der Vereinskollegen, die „Kuscheltour“ im Wassenberger Rathaus, die Laster des Pfarrers – nichts blieb unbemerkt und schon gar nichts unkommentiert.

Herzerfrischender Dorfkarneval im besten Sinne – das Publikum verfiel mehrfach in „Uijuijui“-Gesänge.

Mit einem alten Karnevalsschlager hatte die Sitzung begonnen: „Ene Besuch im Zoo.“ Mit der zweiten Zeile des Liedes lässt sich die Sitzung treffend beschreiben: „Nä, wat is dat schön…“

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