Steht nächste Fusion bei Genossenschaftsbanken bevor?

Von: disch
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Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Erkelenz: Dr. Veit Luxem. Foto: BVR

Erkelenz. „Angesichts der dynamischen Veränderungen im Finanzdienstleistungssektor“ – so hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Volksbank Erkelenz und Volksbank Mönchengladbach – wollen die beiden Geldinstitute Sondierungsgespräche mit Blick auf eine mögliche Verschmelzung führen.

Ziel sei es, jetzt die Weichen für eine gemeinsame und weiterhin erfolgreiche Zukunft als eine starke genossenschaftliche Regionalbank zu stellen.

„Drei Trends, die den deutschen Bankensektor bestimmen, stellen nicht nur unsere Bank vor große Herausforderungen: das anhaltende Niedrigzinsniveau, gleichzeitig die steigenden regulatorischen Auflagen sowie die fortschreitende digitale Revolution, die das künftige Bankgeschäft grundlegend verändern wird. Diese Strukturveränderungen gehen auch an unserer Region nicht spurlos vorüber“, so Dr. Veit Luxem, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Erkelenz. Vor diesem Hintergrund würden es Vorstände und Aufsichtsräte beider Häuser für geboten halten, durch Zusammenarbeit und eine mögliche Fusion Synergieeffekte zu heben und aktiv die Zukunft zu gestalten.

Beide Institute seien wirtschaftlich gesund und stabil, risikoarm aufgestellt und lokal verbunden, hieß es weiter in der Erklärung. Beide Banken verstünden sich als leistungsstarker und verlässlicher Partner der regionalen Wirtschaft wie der Privatkunden. Kundennähe solle erhalten bleiben. Bequemer Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort würden auch in Zukunft gewährleistet sein. Nach ausführlichen Erörterungen und Beratungen seien die Vorstände und die Aufsichtsräte zu dem einstimmigen Ergebnis gekommen, Sondierungsgespräche mit Ziel einer Fusion zu führen.

Wie Luxem auf Nachfrage erklärte, sollen die Sondierungsgespräche bis Jahresende abgeschlossen sein. Wenn sich dabei eine Verschmelzung in der Tat als sinnvolle Lösung bestätigen sollte, würden dann konkrete Fusionsgespräche folgen, um schließlich im Sommer 2017 die Mitgliederversammlungen beider Genossenschaftsbanken entscheiden zu lassen. Die Fusion würde rückwirkend zum 31. Dezember 2016 erfolgen.

Die Volksbank Erkelenz sei immer mit anderen Genossenschaftsbanken im Gespräch, sagte Luxem. Da die beiden benachbarten Institute aus dem Kreisgebiet (Raiff­eisenbank Erkelenz und Volksbank Heinsberg) gerade erst Fusionen vollzogen hätten, sei für die Volksbank Erkelenz die Orientierung über die Kreisgrenze hinweg in Richtung Mönchengladbach naheliegend gewesen. Nach Luxems Angaben hat die Volksbank Erkelenz, die in den Stadtgebieten von Erkelenz, ­Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg sowie in Linnich und Niederkrüchten-Elmpt vertreten ist, 750 Millionen Euro Bilanzsumme, 210 Mitarbeiter und 36000 Kunden, die Volksbank Mönchengladbach habe eine Bilanzsumme in Höhe von einer Milliarde Euro sowie 245 Mitarbeiter und 46.000 Kunden.

Alle Details einer möglichen Fusion – Sitz und Name des Unternehmens, Zahl der Filialen und der Mitarbeiter und vieles andere mehr – seien in den Gesprächen zu erörtern. Er lege aber sehr viel Wert darauf, so Luxem, dass die Verbundenheit mit der Region bestehen bleibe und auch im Namen weiterhin zum Ausdruck komme: Deshalb solle im Falle einer Verschmelzung das neue Institut im nördlichen Heinsberger Kreisgebiet weiterhin als Volksbank Erkelenz firmieren – als Zweigniederlassung der fusionierten Bank, wie immer diese heißen werde.

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