Heinsberg - Stefanie Heinzmann und Lagerfeuer begeistern 3500 Zuschauer

Stefanie Heinzmann und Lagerfeuer begeistern 3500 Zuschauer

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Stefanie Heinzmann wurde beim Grillkonzert auf dem Heinsberger Marktplatz von 3500 Zuschauern begeistert empfangen.
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Dass die Stimmung nach drei Stunden Gegrilltem, kühlen Getränken und Livemusik da schon ihren ersten Höhepunkt erreicht hatte, dafür hatte das Trio Lagerfeuer aus Aachen gesorgt.
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Ein „Meet & Greet“ mit Stefanie Heinzmann (Mitte) hatte Eva Baltes (rechts) aus Kirchhoven, die ihre Freundin Nina Schulz (links) mitbrachte.

Heinsberg. Begeistert! In diesem einen Wort lässt sich gleich in mehrfacher Hinsicht zusammenfassen, was beim „Grillkonzert“ auf dem Heinsberger Marktplatz „abging“. Die 3500 Zuschauer waren begeistert, obwohl sich viele zuerst in einer großen Schlange anstellen mussten, die bis zum Krankenhaus reichte, und dann den Marktplatz füllten.

Die Künstler waren es, weil sie ein dauerhaft begeistertes Publikum vor sich hatten, das ihnen jeden Mitmach-Wunsch erfüllte. Und schließlich gilt dieses Wort auch für die Organisatoren, die diese Großveranstaltung für die Kreisstadt ohne Probleme über die Bühne brachten.

Von wegen „Vorgruppe“: Das Trio „Lagerfeuer“, spätestens vom Open-Air-Konzert auf dem Burgberg im vergangenen Jahr bekannt, nahm das Publikum vom ersten Ton an mit auf eine Reise in einen sonnigen, unbeschwerten Abend. Bernd Weiss (Gitarre) gab ein „E“ vor, das Publikum sang „Jo“ und immer so weiter. „Das wird teuer, die Jungs von Lagerfeuer…“ hieß es da in der selbst gesungenen Vorstellung. Der Markt bebte von der ersten Silbe an. „Wir sind hier, um den Markt zu rocken!“, formulierte Weiss die Zielsetzung der Band, die nach einer guten Stunde voll aufgegangen war. Klatschen über dem Kopf, gestreckte Arme rauf und runter, das Publikum machte alles mit.

„Es war richtig voll, der Sound hat gestimmt, dann läuft es einfach.“ Das Geheimnis hinter dem Auftritt, der viel mehr als nur drei Leute auf der Bühne vermuten lässt, erklärten die Aachener Musiker nachher hinter der Bühne auch. „Weil wir alle drei singen“, betonte Heiko Wätjen (Kontrabass). „Sich dabei gut zu fühlen“ und dem Publikum möglichst nahe zu sein, formulierte Yann Le Roux (Cajon) das Rezept, mit dem die kleine Band bei ihren Zuschauern so gut ankommt. Am 9. Juli kommt sie wieder nach Heinsberg, zum Burgberg-Open-Air.

Eva Baltes und ihre Freundin Nina Schulz, die beide aus Kirchhoven stammen, konnten das Lagerfeuer-Konzert nicht ganz verfolgen. Dafür hatten die beiden die Chance auf ein ganz privates „Meet & Greet“ mit dem Star des Abends. Ein bisschen mussten sie auf Stefanie Heinzmann in der Garderobe jedoch warten, denn die Pop- und Soulsängerin aus der Schweiz war unter dem Tisch mit dem Essen für sie und ihre Band einfach eingeschlafen.

„Ihre Musik macht immer gute Laune“, freute sich Nina Schulz schon auf ihren Auftritt. „Ich finde sie toll, weil sie noch so jung ist und schon so viel erreicht hat“, ergänzte ihre Freundin. Sichtlich entspannt genoss Heinzmann ihr Gespräch mit den beiden. Sie erzählte, dass sie noch im Haus ihrer Eltern lebt, in der Wohnung ihrer Oma, und dass man bei Freundschaften „ein bisschen flexibel“ sein muss, wenn man viel unterwegs ist. „Das hat ja nichts damit zu tun, wie oft man sich sieht.“

Mit dem Begriff „Star“ kann Stefanie Heinzmann gar nichts anfangen, die in Heinsberg zusammen mit ihrer Band „Fonky Fonks“ ihre Festival-Saison eröffnete. „Man kann doch selber entscheiden, wie die Leute mit einem umgehen“, betonte sie. Sie könne durchaus noch selbst in die Stadt gehen und einkaufen. Später wurde sie noch deutlicher: „Ich bin kein Star. Ich sing einfach. Und ich gebe den Leuten auch ganz klar zu spüren, dass ich so auch nicht behandelt werden will.“

Moderator Dominik Esser, der schon zu Beginn des Abends ein großes Dankeschön an die Sonne geschickt hatte, fand nach dem fulminanten Auftakt durch die drei Vollblutmusiker von Lagerfeuer nur noch eine Steigerung: „Heißer, Heinsberg, Stefanie Heinzmann!“ rief er in sein grünes Mikro.

Eigentlich sei sie ganz müde, erzählte das Energiebündel seinem Publikum, das davon über eine Stunde lang jedoch gar nichts spüren sollte. Der Grund dafür: Am Vorabend erst hatte sie einen Auftritt mit Udo Lindenberg in der Münchener Olympiahalle und die Chance genossen, im Duett mit ihm von den „stolzesten Frauen“ zu singen. „Das ist ein Ritterschlag!“, erklärte sie. Aber auch bei ihren Songs ging das Publikum richtig mit, und es schien, als hätte Stefanie Heinzmann nichts lieber getan, als über den Graben hinweg mitten hineinzuspringen.

„So viele strahlende Gesichter. Danke für diese Aufladung“, erklärte sie und gab dann ihrem Publikum einen Rat für ein gutes Leben. „Ich muss euch sagen, dass ihr niemals aufhören sollt zu tanzen und das zu machen, was euer Herz euch sagt!“ Immer wieder winkte sie auch einzelnen Zuschauern, die ihr zwischen ihren Songs zuwinkten. „Ihr macht mich glücklich. Das ist das schönste Bild der Welt!“ Man wisse ja vorher nie so richtig, was einen erwarte, zog sie nach ihrem Auftritt ein positives Resümee. „Aber ich hatte hier einen richtig, richtig tollen Abend!“

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