Starterparket entgegengenommen: Bündnis für Freiräume

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Bei der Vollversammlung vom Landesjugendring in Köln-Deutz: Markus Schnorrenberg (rechts) vom Heinsberger BDKJ-Regionalvorstand erhielt das Starterpaket für das neugegründete Bündnis für Freiräume ebenso wie Mitstreiter aus dem Kreis Coesfeld und Stadt Duisburg.

Heinsberg. Im Rahmen der Vollversammlung vom Landesjugendring NRW in der Jugendherberge in Köln-Deutz durfte Markus Schnorrenberg vom Heinsberger Regionalvorstand im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – stellvertretend für die Region Heinsberg – das Starterpaket vom Bündnis für Freiräume entgegennehmen.

Die Starter-Kits enthalten „Freizeitberechtigungskarten“, Absperrbänder für Stadtteile, die zur Freiraumzone erklärt werden können, und weitere Arbeitsmaterialien. Sportjugend Coesfeld, Stadtjugendring Duisburg und BDKJ Heinsberg wurden als lokale Bündnispartner vorgestellt.

Forderungen

Das auf Landesebene vor Kurzem gegründete Bündnis für Freiräume gibt Forderungen an die Politik und Gesellschaft weiter: „Junge Menschen brauchen Freiräume!“ Es sei wichtig, dass sie neben dem Lernen in Schule, Ausbildung und Universität auch Zeit hätten, über die sie selbstbestimmt verfügen könnten. Phasen der freien Zeit zeichneten sich dadurch aus, dass sie nicht verzweckt seien. Freies Spiel, Lesen, sportliche Aktivitäten seien da ebenso möglich wie das „Nichtstun“.

Junge Menschen bräuchten Zeit, um eigene Erfahrungen zu sammeln, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich zu engagieren. Freiräume seien auch zum Denken und Entwickeln neuer Ideen wichtig. Auch für informelles Lernen brauche es freie Zeit. Diese sei bedeutsam für die Entwicklung junger Menschen und die Weiterentwicklung des Gemeinwesens, während sich Leistungsdruck und Stress negativ auf das geistige, körperliche und soziale Wohlbefinden von jungen Menschen auswirken würden. Das Bündnis für Freiräume setzt sich dafür ein, „dass jungen Menschen die notwendige Zeit und der notwendige Platz für ein gutes Aufwachsen zur Verfügung gestellt werden“.

Zusammengefasst werden die Forderungen in drei Botschaften: „Junge Menschen brauchen Entschleunigung! Junge Menschen brauchen Zeit! Junge Menschen brauchen Platz!“ So lautet beispielsweise eine Forderung an die Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, die Wochenstundenzahl zu reduzieren und den Kindern und Jugendlichen so auch wieder Zeit zu geben, sich in einer Jugendgruppe ehrenamtlich zu betätigen, sich ­einem Verein anzuschließen oder sich mit Freunden zu treffen.

Am Rande der Vollversammlung erklärte Markus Schnorrenberg vom BDKJ-Regionalvorstand: „Vor gut zwei Jahren haben wir mit unserem Antrag ,Befreit die Freizeit!‘ im Rahmen der BDKJ-Diözesanversammlung Aachen genau zu diesem Thema schon einen frühen Impuls in genau diesem Anliegen gesetzt. Umso mehr freut es uns heute, dass auch auf Landesebene alle Jugendorganisationen in NRW das Bedürfnis der Befreiung der Freizeit unserer Jugendliche annehmen.“

In seiner letzten Vorstandssitzung habe der Regionalvorstand schon besprochen, dass einer der ersten Schritte sein solle, das Bündnis nun auch auf regionaler Ebene bekannt zu machen. So sollen zunächst die BDKJ-Vertreter in den Jugendhilfeausschüssen versuchen, das Thema politisch anzubringen und vielleicht auch die Städte und den Kreis dazu zu bewegen, sich diesem Bündnis anzuschließen. Michael Kock, geistlicher Leiter des BDKJ im Kreis Heinsberg: „Wir müssen versuchen, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich dem Bündnis auf regionaler Ebene anzuschließen. Vielleicht entsteht am Ende so ein großes Netzwerk in der Region Heinsberg, und so kann sich auf allen Ebenen ausgetauscht werden.“

Bei der Vollversammlung sprach Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, ein Grußwort. Sie machte deutlich, wie wichtig die Freizeit für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sei und dass dies an jeder Stelle gefördert und auch gefordert werden müsse. Eine gute persönliche Entwicklung brauche ausreichend Zeit.

Markus Schnorrenberg meinte: „Wir können unsere Kinder und Jugendlichen nicht immer mit noch mehr Aufgaben zuschütten und sie dadurch überfrachten. Ich selber sehe ja in einigen Gruppierungen wie schwer es ist, diese Altersstruktur überhaupt noch zu etwas zu bewegen. Denn meistens kommt die Antwort: ‚Habe keine Zeit, muss für die Schule lernen und Hausaufgaben machen.‘ Schluss damit – geben wir den Kindern und Jugendlichen ein Stück freie Zeit zurück!“

Wer mehr über das Bündnis für Freiräume erfahren möchte, kann sich entweder an den BDKJ-Regionalvorstand wenden per E-Mail an heinsberg@bdkj-aachen.de oder sich informieren ...

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