Heinsberg - Stars zu Gast: Kölsche Räuber überraschen Lebenshilfe-Band

Stars zu Gast: Kölsche Räuber überraschen Lebenshilfe-Band

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
14753030.jpg
Viele Kameras wollten den historischen Moment festhalten, nachdem die fünf Räuber-Musiker ihre Instrumente ausgepackt hatten und zusammen mit der Band Workshop spielten. Foto: Anna Petra Thomas
14753035.jpg
Räuber-Frontmann Torben Klein (Bildmitte) stimmte auch gleich mit den Workshop-Sängern Frank Döbrich (links) und Daniel Stolz (rechts) ein Lied an. Foto: Anna Petra Thomas
14753038.jpg
Kurt Feller, Andreas Dorn und Jürgen Gebhard von den Räubern (von links) hatten viel Spaß beim Musizieren mit den „Workshoppern“ Frederik Röske und Franz Schmitz (von rechts). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. „Meet and Greet“ heißt es immer dann, wenn Fans die Gelegenheit haben, ihren Star zu treffen, entweder vor oder nach einem großen Konzert. Ein solches „Meet and Greet“ ganz anderer Art gab es in dieser Woche von der großen Öffentlichkeit eher unbemerkt im Heinsberger Museumscafé Samocca. Und es war dabei auch nicht so, dass die Fans zu ihren Stars kamen, sondern die Stars zu ihren Fans.

Die Musiker der für ihre kölsche Stimmungsmusik bekannten Band Räuber überraschten nämlich die Musiker der Lebenshilfe-Band Workshop.

Mitten in einer öffentlichen Probe, die einfach ins Café verlegt worden war, mischten sich Kurt Feller, Wolfgang Bachem, Torben Klein, Jürgen „Geppie“ Gebhart und Andreas „Schrader“ Dorn zusammen mit Manager Michael Brand nach einem ebenso herzlichen wie lauten „Hallo“ mit vielfachem Echo unters Publikum und hörten den „Workshoppern“ erst einmal zu.

Inspiration für einen Song

Nicht minder herzlich begrüßte Klaus Meier die illustren Gäste. Er erinnerte an den Besuch der Räuber bei der Lebenshilfe im Jahr 2010, wo sie nicht nur musiziert, sondern auch in der Werkstatt mit gearbeitet hatten. „Ich habe damals Kühldeckel zusammengeschraubt“, erinnerte sich Kurt Feller noch genau, wogegen er damals sein Akkordeon eingetauscht hatte. Meier erinnerte daran, dass dieses Treffen Bandgründer Karl-Heinz „Charly“ Brand damals sogar zu einem neuen Song inspiriert hatte. „Am Ende des Regenbogens“ lautet der Titel.

Schließlich erklärte Meier auch den Grund für das ungewöhnliche „Meet and Greet“: Am Samstag, 17. Juni, spielen die Räuber beim Benefizkonzert unter dem Motto „Jeck fürn guten Zweck“ anlässlich des Dekanatsschützenfestes im Festzelt auf dem Großen Pley in Birgden. Zusammen mit einer „Allstars“-Musikerformation der Lebenshilfe sowie den Bands Echt Lekker und Kempes Feinest stellen sie sich in den Dienst der guten Sache. Verwendet werden soll der Erlös des Konzerts für den sogenannten Inklusionsfond der Lebenshilfe, wie Meier erklärte. Damit solle künftig behinderten Menschen mit einem erhöhten Unterstützungsbedarf mehr Teilhabe ermöglicht werden, zum Beispiel in Bezug auf ihre Freizeitgestaltung oder für die Teilnahme an Kunstprojekten.

„Ich finde das klasse“

„Feuer frei für was auch immer!“, sagte er noch, bevor es dann richtig rund ging im Café Samocca. Die Räuber, die aus ihrem Probenraum in Grevenbroich nach Heinsberg gekommen waren, packten ihre Instrumente aus und spielten mit den Musikern der Band Workshop zusammen. „Seid Ihr alle dran?“, fragte Räuber-Frontmann Torben Klein ins Mikrofon, und dann ging es los, das „erste Großkonzert von Räubern und Workshop“.

„Am Eigelstein es Musik“ und „Kölle alaaf“ klang es bei offenen Türen bis auf die Hochstraße hinaus. Der Räuber-Sänger war begeistert: „Ihr könnt ja mit uns auf Tour gehen!“ Auch Manager Brand staunte über die Leistung der Heinsberger Lebenshilfe-Musiker. „Ich finde das klasse. Das hatte ich jetzt so nicht erwartet!“, sagte er. Dass sich die Band am 17. Juni in den Dienst der guten Sache stelle, gehöre zum Band-Konzept dazu. Immer wieder würden sich die Musiker an Benefizprojekten beteiligen, ergänzte Brand und nannte als weitere Beispiele Auftritte im Frauengefängnis oder im Hospiz.

Begeistert war auch Hermann-Josef Peters, Präsident und König der Birgdener Schützenbruderschaft Urbanus, die dieses Konzert der Lebenshilfe anlässlich ihres Dekanatsschützenfestes in Birgden unterstützt. „Das Zelt ist ja eh da“, sagte er. Zudem passe diese Aktion sehr gut zum Motto der Bruderschaft, das da laute: „Tradition erleben, Menschen mitnehmen“. Fünf Mitglieder der Bruderschaft seien Bewohner der Lebenshilfe-Wohnstätte in Birgden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert