Städtischer Schuldenberg wächst

Von: kalauz
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Hückelhoven. Den Haushaltplan für das Jahr 2015, den Hückelhovens Bürgermeister den Stadtverordneten zur Beratung zwecks späterer Genehmigung vorgelegt hat, ziert als Deckblatt ein Kartenausschnitt, auf dem der Verlauf der L 117n als Umgehungsstraße für Ratheim und Millich farbig markiert ist.

„Das Titelblatt dieses Entwurfes ist Programm“, sagte Jansen und rückte damit die Mitfinanzierung dieser schon viele Jahre geplanten Straße ins Zentrum der finanziellen Kraftanstrengungen, die die Stadt im kommenden Jahr stemmen will. Mit rund drei Millionen Euro wird sich die Stadt Hückelhoven an der Realisierung der Straße beteiligen.

„Das Land NRW wird das Projekt, welches insgesamt ein Kostenvolumen von rund 15 Millionen Euro haben wird, in den Jahren 2015 bis 2020 verwirklichen“, so Jansen. „Damit wird das seit mehr als zwei Jahrzehnten verfolgte Ziel, für Ratheim und Millich eine verkehrliche Entlastung zu schaffen, endlich erreicht.“

Gewerbesteuereinnahmen sinken

Für die Stadt bedeutet die finanzielle Beteiligung an der L 117n angesichts stärker als angenommen sinkender Gewerbesteuereinnahmen bei gleichzeitig steigender Kreisumlage sowie zusätzlichen Kosten für die Jugendhilfe und steigende Asylbewerberzahlen, dass „die Ergebnisplanung für das Haushaltsjahr 2015 einen Verlust in Höhe von 3,882 Millionen Euro ausweist“, bilanzierte Jansen. Am Ende des Jahres 2014 wird der voraussichtliche Schuldenstand der Stadt bei rund 60 Millionen Euro liegen.

Die positive Entwicklung der Finanzwirtschaft der Stadt, so Jansens Fazit, ebbt ab: „Es ist quasi eine Delle entstanden.“ Man müsse die weitere Entwicklung in nächster Zeit sehr aufmerksam beobachten, „um gegebenenfalls notwendige Entscheidungen zu treffen, damit auch künftig die stetige Aufgabenerfüllung sichergestellt und auch Wünschenswertes umgesetzt werden kann“, so der Bürgermeister.

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