Heinsberg-Kempen - Stadtverwaltung mit Humor aufs Korn genommen

Stadtverwaltung mit Humor aufs Korn genommen

Von: anna
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In den Weltraum entführte die Tanzgruppe „Magic“ die Narren im Kempener Festzelt. Foto: anna
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Sitzungspräsident Guido Peters hielt der Politik in Reimform den Spiegel vor. Foto: anna

Heinsberg-Kempen. Wie Büttentratsch, Klamauk und Tanz gehört auch die Rede von Präsident Guido Peters in Kempen inzwischen fest zum Auftakt der Galasitzung der KG Kemper Gröne im immer wieder proppenvollen großen Festzelt.

Klang seine Kritik an der drohenden Grundschulschließung vom vergangenen Jahr vielen noch im Ohr, hielt er auch dieses Mal der Politik den Spiegel vor.

„Auch wenn davor der ein oder andere vielleicht zittert, karnevalistisch verpackte Wahrheit ist halt manchmal auch bitter“, reimte er und nahm sich dieses Mal die in der vergangenen Woche von der Stadt zunächst angeordneten, dann widerrufenen Sicherheitsmaßnahmen für die Karnevalszüge vor. Aus der Verantwortung habe die Verwaltung versucht zu entkommen, „ehrenamtliche Karnevalisten alleine und voll in diese Verantwortung sollten werden genommen!“, entrüstete sich Peters. Doch die Narren hätten gezeigt, was der neue Bundespräsident fordere, nämlich „Mut – Verzeihung – ich sag‘s jetzt drastisch: ‚Man hatte Arsch in der Hose‘ – und das ist gut!“, betonte er und erntete dafür sehr viel Beifall.

Mit dem symbolischen Spiegel in die Bütt ging später auch Gerd Windeln, nach seiner Premiere als Dorf-Sheriff im vergangenen Jahr dieses Mal als Trainer der Kempener Eintracht-Fußballer. „Die Karkener kriegen einfach alles!“, beschwerte er sich. Alles „zuhauf, vielleicht das neue Feuerwehrhaus noch obendrauf?!“ Da sei es doch nur gut, dass zumindest die großen Schweineställe und die Kläranlage auch in Karken stünden. Gen Himmel flehte er gar zum lieben Gott, doch zumindest ein neues Baugebiet auf Kempen herabzuwerfen.

Zuvor war nach vielen Jahren noch einmal Josef Frenken in die Bütt zurückgekehrt und hatte den Narren das Prinzenpaar vorgestellt, seinen Bruder Stefan III. mit seiner Prinzessin Susanne. Das Bundesschützen-Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps hatte die Tollitäten dazu auf die Bühne gespielt.

Premiere vor dem Fernsehen

Während „Manni, der Rocker“ mit seinen Witzen der Region schon bekannt ist, feierte „Daphne de Luxe“ im Heinsberger Land Premiere mit ihrer „Comedy in Hülle und Fülle“ im wahrsten Sinne der Worte, einen Abend vor der Fernsehaufzeichnung der hessischen Weiberfastnacht. Peter Kerscher nutzte für seine Bauchrednerei nicht nur seine Kuh Dolly, sondern auch den echten Prinzen, und Dirk Scheffel begeisterte vor allem mit seiner Spielkunst auf dem Xylophon.

Premiere als Solotänzerin auf der Bühne hatte das erst fünfeinhalb Jahre alte Mariechen Marit Eisen. Viel Beifall zollte das Publikum aber auch den Darbietungen der weiteren drei Mariechen Mila Heuter, Annika Jütten und Jenny Peggen, darüber hinaus der Prinzengarde, den Showtanzgruppen „Magic“ und „Featuring“ sowie dem Männerballett. Nach vielen Jahren wieder zu Gast in Kempen war die Prinzengarde Heinsberg. Für richtig viel Stimmung im Zelt hatten während der Sitzung bereits „Die Mennekrather“ gesorgt, bevor die Band „HatWat“ nach gut fünf Stunden zum großen Finale aufspielte.

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