Stadtmusikfest: Moderne Melodien, klassische Märsche

Von: Helmut Wichlatz
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Die Besucherreihen hätten zum Auftakt des Stadtmusikfestes besser gefüllt sein können. Die Aula war nicht gerade voll besetzt als das Trommler- und Pfeiferkorps Kleingladbach unter der Leitung von Jakob Aretz flotte Märsche spielte. Foto: Helmut Wichlatz

Hückelhoven. Die Herbstkirmes ist in Hückelhoven mit dem Stadtmusikfest verbunden. Das mittlerweile 41. Stadtmusikfest wurde am Freitag wieder in der Aula mit einem gemeinsamen Musikabend Hückelhovener Musikvereine eröffnet. Das Konzert unter dem Motto „Hückelhoven musiziert“ war in drei Abschnitte unterteilt.

Die Kleingladbacher Trommler und Pfeifer und das Hilfarther Mandolinenorchester „Rurperle“ spielten je ein knapp halbstündiges Konzert, bevor nach einem Umbau ein Gemeinschaftskonzert der vereinten Blasorchester die Brachelener Blaskapelle, den Instrumentalverein aus Hilfarth, das Baaler Trommler- und Fanfarencorps „Freisinn“, die Bergkapelle „Sophia-Jacoba“ und den Ratheimer Musikverein „St. Josef“ auf die Bühne brachte.

Zur Eröffnung gab das Trommler- und Pfeiferkorps unter der Leitung von Jakob Aretz gleich einen Ausblick auf die bevorstehende Karnevalssession. Denn der „Laridah-Marsch“, den Max Hempel 1918 nach Motiven englischer Jagdsignale komponiert hatte, ist nicht nur Rheinländern aus dem Kölner Karneval bekannt. Zum Beispiel als „Appelsinefunke-Marsch“ der Nippeser Bürgerwehr, einer Kölner Karnevalsgesellschaft. Auch mit dem „Deutschen Marsch“ von Hermann Louis Blankenburg präsentierten die Kleingladbacher einen Klassiker der deutschen Marschmusik.

Die Komposition gilt als eines der wichtigsten Werke Blankenburgs, den man auch aufgrund seines geschätzten Lebenswerkes von rund 1200 Marschpartituren als „Marschkönig“ bezeichnet. Auch beim „Deutschmeister-Marsch“, den Wilhelm August Jurek 1893 als Regimentsmarsch komponierte, trafen die Kleingladbacher den Geschmack des Publikums. Nach einem kurzen Umbau, der von den Moderatoren Arnd und Klaus Holten überbrückt wurde, spielte das Hilfarther Mandolinenorchester „Rurperle“ auf, das einmal mehr unter Beweis stellte, dass Mandolinenmusik durchaus modern daherkommen kann. Unter der Leitung von Willi Cremers präsentierten die Mandolinenspieler eine abwechslungsreiche Mischung aus bekannten Melodien und modernen Arrangements.

Nach Pause und Tombola gehörte die Bühne den vereinten Blasorchestern der Stadt, die unter der Leitung von Rolf Deckers ihr Zusammenspiel demonstrierten. Zum Finale kamen noch einmal die Kleingladbacher Trommler und Pfeifer dazu, wodurch sich auch musikalisch der Kreis wieder schloss.

Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Stadtmusikfestes, das durch die gute Zusammenarbeit des Kulturamtes mit dem Stadtmusikbund zustande komme. Er wies auf die Reihe von Veranstaltungen hin und empfahl den Zuhörern vor allem das Abschlusskonzert mit dem „Duo Fado“ am 18. Oktober im Foyer der Aula, bei dem es neben den musikalischen auch Gaumenfreuden zu genießen gibt.

Vielleicht wird das ja mehr Zuschauer anlocken. Die Aula war mit rund 200 Besuchern nicht ausgelastet.

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