Stadtmeisterschaft im Menschenkicker: Ein Foul trübt den tollen Tag

Von: hewi
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Aktueller Bezug: „Boatengs Nachbarn“ landeten bei der vierten Erkelenzer Stadtmeisterschaft im Menschenkicker auf dem vierten Platz. Foto: Helmut Wichlatz
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Das Team „Hummeln im Arsch“ holte den Turniersieg.

Erkelenz. Bei der vierten Auflage der Stadtmeisterschaft im Menschenkicker traten Mannschaften aus dem gesamten Stadtgebiet gegeneinander an. Das Turnier wird vom Kinderschutzbund ausgerichtet und erfreut sich großer Beliebtheit.

Das mag daran liegen, dass man ja eigentlich beim Kicker recht statisch an seiner Stange steht und dem Ball nur hier und da eins mitgeben muss, damit er irgendwann in einem der beiden Tore landet. Anders beim Menschenkicker: Ab und zu geht mit den Teilnehmern der Ehrgeiz durch, und es gibt den einen oder anderen blauen Fleck.

So auch beim Spiel der „New Kicker Boys“ gegen das Team vom Jugendtreff ZaK. Das Foul gereichte letztendlich sogar dazu, dass die „Boys“ vom weiteren Turnier ausgeschlossen wurden. Und das, nachdem sie sich im ersten Gruppenspiel gegen die „Schaaf-Schützen“ durchsetzen konnten und gegen den CDU-Ortsverband ein Unentschieden hingelegt hatten.

Die „New Kicker Boys“ hatte Franz Thiel rekrutiert, und eigentlich sollten sie für ein gutes Miteinander werben. Denn es handelte sich um Flüchtlinge, die derzeit in Neuhaus untergebracht sind. Franz Thiel hat den Integrationsverein „Willkommen in Erkelenz“ gegründet, der sich um die Flüchtlinge kümmert und für ein tolerantes Miteinander wirbt.

„Der Vorfall trübt natürlich diesen an sich tollen Tag“, sagte Thiel. Dass der Ausschluss gerechtfertigt sei, stehe außer Frage. „Da hat sich einer im wahrsten Worte zu sehr reingehängt.“ Er zeige aber auch, welche Rolle der Sport im Leben der Flüchtlinge spiele. Die meisten der Boys hatten in ihrer Heimat schon Fußball gespielt, betonte er. Hier sehe er eine Chance für die Sportvereine, die oft über Nachwuchsmangel klagen und oft nur noch schwer eigene Mannschaften zusammengestellt bekommen. Einige Vereine hätten schon darauf reagiert. Gerade im Jugendfußball würde der Sport eine große integrative Wirkung zeigen, ist sich Thiel sicher. Die disqualifizierten Boys nahmen das Urteil an und betonten, dass der rustikale Einsatz ihres Teamkollegen zurecht dazu geführt habe.

Am Ende ging das Team „Hummeln im Arsch“ als Sieger aus dem Turnier hervor. Auf den zweiten Platz schaffte es das Team „Homonuhukoapa“ vor dem Zak-Team und „Boatengs Nachbarn“.

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