Stadtfest: Heinsberg ist „auf einem guten Weg“

Von: Rainer Herwartz
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Eine mit Besuchern prall gefüllte Innenstadt wünschen sich die Heinsberger auch wieder beim diesjährigen Stadtfest. Vieles wird sich um das Thema Afrika drehen. Foto: Kleinen
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Trotz stressiger Vorbereitungen auf das Heinsberger Stadtfest hat er seine gute Laune nicht verloren: Guenter Kleinen. Foto: Herwartz

Heinsberg. Am nächsten Wochenende wird es voll, das runde Dutzend. Zum zwölften Mal steht das Heinsberger Stadtfest, das bei schönem Wetter wieder die Besucher in Scharen anlocken dürfte, nun schon unter der Regie von Guenter Kleinen, Marketingbeauftragter des Gewerbe- und Verkehrsvereins.

Begonnen hatte sein offizielles Engagement für fröhliche Festivitäten in der Kreisstadt im Jahr 2002. „Damals traten der frühere HeinsbergCard-Geschäftsführer Stefan Emunds und der ehemalige Gewerbevereinsvorsitzende Detlef Chudziak an mich heran, weil ich mich nach meiner Zeit als Chefredakteur von Bad Aachen gerade mit meiner DPR-Redaktion für Wirtschaft und Gesellschaft selbstständig gemacht hatte“, sagt Kleinen. „Kannst Du unser nächstes Stadtfest organisieren?“, lautete die simple Frage.

Und was zunächst als Einzelprojekt für das Jahr 2003 vorgesehen war, bewährte sich derart, dass Kleinen nicht nur die Stadtfeste in den folgenden Jahren für den G & V stemmte, sondern zudem noch diverse andere mit durchschlagendem Erfolg – vom Sommerboulevard über City Confetti bis zu Heinsberg herbstlich.

„Ich kann mich noch gut ans erste Mal erinnern. Die Menschen haben damals drei Nächte lang durchgefeiert“, ist Kleinen noch heute begeistert. „Meine ersten einschlägigen Erfahrungen in Sachen Veranstaltungsorganisation hatte ich schon im Jahr 1974 gesammelt. Als Verantwortlicher für die Europäische Gemeinschaftsschau in Oberbruch, einem Vorläufer der späteren Regionalschauen, lieferten wir den Besuchern jeden Abend in einem riesigen Zelt auf dem Siedlungsgelände Am Krähenwald ein hochkarätiges Show- und Künstlerprogramm.“ Noch während seiner Studienzeit zum Sozialpädagogen in Siegen und Mönchengladbach hatte Kleinen für weitere Messegesellschaften in diesem Bereich gearbeitet.

„Das Stadtfest 2003 war einer meiner ersten Großaufträge als Selbstständiger. Damals hatte das Stadtfest in der neuen Form mit Rahmenprogramm auf dem Markt und einer anspruchsvollen Händlermeile ohne Flohmarktcharakter in der ganzen Innenstadt gewissermaßen Pioniercharakter“, meint Kleinen.

Und daran hat der Freiberufler und Marketingbeauftragte des Gewerbe- und Verkehrsvereins zweifellos den Löwenanteil. Schließlich liegen Idee, Konzeption, Planung, Organisation, Realisation und Dokumentation in seiner Hand. Nicht immer lief Kleinen, wenn es um die Unterstützung seiner Vorhaben ging, jedoch überall offene Türen ein. „Mit den Jahren ist die Durchführung der Heinsberger Stadtfeste zumindest aus finanzieller Sicht nicht leichter geworden“, sagt er. „Fokussierten sich die Gelder von Händlern und Sponsoren früher nur auf das Stadtfest und Heinsberg herbstlich, so gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Veranstaltungen. Dementsprechend verteilt sich auch der Sponsorentopf kleinteiliger.“

Hat denn die Qualität der Stadtfeste darunter gelitten? „Mein bestreben ist es, dass dies in der Wahrnehmung der Besucher nicht geschieht. Im Gegenteil. Durch immer neue Schwerpunkte ist dies offensichtlich auch gelungen.“ In diesem Jahr steht das Thema Afrika im Mittelpunkt.

„Erfreulich ist inzwischen die sich entwickelnde Sichtweise zum Beispiel der Händlernachbarschaft in der Oberstadt rund um den Torbogen. Einer solch beispielhaften Eigeninitiative kommt immer mehr Bedeutung zu. So ist auch meine Devise zu verstehen: Low budget, high performance – kleines Budget, große Wirkung.“

Und was wünscht sich Guenter Kleinen im Hinblick auf die Stadtfeste für die Zukunft? „Es würde der Sache einen gehörigen Schub verleihen, wenn auch andere Innenstadtbereiche dem Beispiel der Oberstadt folgten. Heinsberg ist auf einem guten Weg, aber man darf nicht nachlassen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer hervorragenden Marketingarbeit in unseren Nachbarkommunen. Eine Abstimmung mit diesen im Hinblick auf mögliche Terminüberschneidungen wäre meines Erachtens geboten.“

Wer von Kleinens Erfahrungsschatz profitieren möchte, kann sich übrigens gerne bei ihm melden. Schon jetzt ist sein Augenmerk auf das Stadtfest 2015 gerichtet.

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