Stadt Wegberg: Sparzwang wirkt sich auf Winterdienst aus

Von: mb
Letzte Aktualisierung:
Simmerath Schnee Winterdienst
Optimiert werden soll nicht der Winterdienst, sondern die Kosten dafür. Die Räum- und Streupflicht hängen von der Verkehrswichtigkeit und der Gefährlichkeit einer Straße ab. Foto: dpa

Wegberg. Die „Optimierung des Winterdienstes“ verkündete der Tagesordnungspunkt 2.1 der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Vergaben der Stadt Wegberg. Wer unter Optimierung Verbesserung versteht, wurde enttäuscht.

Optimiert werden sollte nicht der Winterdienst, sondern die Kosten für den Winterdienst. Denn bisher hat die Stadt Wegberg mehr getan, als sie muss. Räum- und Streupflicht hängen von der Verkehrswichtigkeit und der Gefährlichkeit einer Straße ab. Nach diesen Kriterien müssten nur vier Straßen im gesamten Ortsgebiet Wegberg auf einer Länge von insgesamt 5,8 Kilometern geräumt werden. Soweit sollen die Sparmaßnahmen aber nicht gehen. Dennoch wird die Streustrecke auf 18,15 Kilometer (bisher 25,5), die Fahrstrecke auf 62,5 Kilometer (bisher 75,5) reduziert.

Bisher waren zwei Streufahrzeuge im Einsatz, demnächst wird nur noch ein Fahrzeug ausrücken. Durch einen neuen Streuaufbau hat das Fahrzeug eine deutlich höhere Lademenge für Taumittel. Die Räumstrecke wird mit einer Füllung abgefahren werden können. Die Neubeschaffung eines zweiten Fahrzeugs für die Winterwartung entfällt somit, weitere Einsparungen ergeben sich aus dem geringeren Verbrauch von Streumitteln.

Der Technische Beigeordnete der Stadt Wegberg, Rudolf Fabry, bedauerte den „Abschied von liebgewordenen Standards“ wegen des Haushaltssicherungskonzeptes, „aber wir tun immer noch mehr, als wir müssen“. Er verwies bei der Gelegenheit auf die Räum- und Streupflicht der Anwohner vor dem Haus. „In der Zeit von 7 bis 20 Uhr ist ein Gehweg für Fußgänger von etwa einem Meter freizuhalten.“ Das gilt unabhängig davon, ob es sich dabei um das eigene Grundstück oder öffentliche Fläche handelt. Bei Nichtbeachtung droht eine Geldbuße. „Viel schlimmer ist: Bei eventuellen Unfällen haftet der Anwohner“, warnte Fachbereichsleiter Ulrich Schulz.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert