Heinsberg - Stadt sollte sich laut Herberg ein Freibad leisten können

Stadt sollte sich laut Herberg ein Freibad leisten können

Von: her
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Heinsberg. Im Juni habe der Arbeitskreis Freibäder zum ersten Mal getagt, doch Heinsbergs SPD-Fraktionschef Ralf Herberg und seine Partei meinen: „Unseres Erachtens hat der Arbeitskreis bislang nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.“

Denn für Herberg ist klar, das macht er jetzt in einem Gespräch mit unserer Zeitung deutlich: „Eine Stadt wie Heinsberg müsste in der Lage sein, den Bürgern ein Freibad zur Verfügung zu stellen.“

Die Sozialdemokraten hoffen daher auf eine erneute Sitzung des Arbeitskreises – unter Beteiligung von Vertretern der in Oberbruch gebildeten Interessengruppe zum Erhalt des Freibades. Der Arbeitskreis solle ohne Beschränkungen seine Überlegungen anstellen und alternative Lösungen wie ein Bürgerbad oder Spaßbad einbeziehen.

„Das Problem ist ja kein neues. Nach unserer Ansicht sollten alle Anstrengungen unternommen werden, mindestens ein Freibad für die Stadt Heinsberg langfristig zu sichern.“ Dabei müsse auch der ehrenamtliche Einsatz von Bürgern in Erwägung gezogen werden, selbst wenn das Bad in der Hand der Stadt bleiben sollte.

Ob der Wasserpreis in Heinsberg zum Erhalt eines Freibades erhöht werden sollte, vermag Herberg nicht zu sagen. Er glaubt, dass es sicherlich dazu negative Stimmen geben würde, besonders aus den Reihen derer, die keines der Bäder nutzten.

Vielleicht kommt er deshalb hier zu dem Schluss: „In einer Befragung der Bevölkerung würde ich nicht viel Sinn sehen.“

Wenig Sinn sieht er allerdings auch im Verhalten der Vertreter von DLRG und TuS Oberbruch im Arbeitskreis. „Die haben die Experten, doch diese haben sich damit zufrieden gegeben, als im Arbeitskreis die Entscheidung einer Schließung gefällt wurde.“

Ein Freibad stelle einen hohen Freizeitwert dar und sei als sogenannter weicher Standortfaktor ein wichtiger Baustein der Attraktivität der Stadt Heinsberg, sagt Herberg. „Eine sinnvolle Freizeitgestaltung ist gerade für unsere nicht in Vereinen organisierte Jugend außerordentlich wichtig.“

In diesem Zusammenhang werde der SPD-Vertreter in der nächsten Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Heinsberg beantragen, keine Entscheidung über die Schließungen der Freibäder zu fällen. Es bestehe derzeit kein Handlungsdruck, so dass die Ergebnisse der weiteren Beratungen des Arbeitskreises bis zum Frühjahr 2016 abgewartet werden könnten. „Warum das plötzlich zack, zack so entschieden werden muss, verstehe ich nicht. Es sollte nicht übers Knie gebrochen werden.“

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