Stadt Erkelenz investiert weiter in die Feuerwehr

Von: Helmut Wichlatz
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Stolze 23 Meter ragt die neue Rettungsleiter in die Höhe. Die Feuerwehr freut sich über ihr neues Gerät. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Mit einer Feierstunde wurden im Feuerwehr-Gerätehaus an der Richard-Lucas-Straße zwei neue Einsatzfahrzeuge offiziell in Betrieb genommen. Neben einem Transport- und Mehrzweckfahrzeug war es vor allem die neue Drehleiter, die die Aufmerksamkeit auf sich zog.

Rund 572 000 Euro hat sie gekostet und befindet sich schon seit November in den Händen des Löschzugs Mitte. Bevor sie jedoch offiziell übergeben werden konnte, mussten die Wehrleute zuerst an dem modernen Gerät geschult werden.

Aus den Händen von Peter Jansen, Bürgermeister und selbst aktiver Feuerwehrmann, und dem ersten Beigeordneten Dr. Hans-Heiner Gotzen konnte Löschgruppenführer Werner Heinen die Schlüssel in Empfang nehmen. Er war auch maßgeblich an der Beschaffung der Leiter beteiligt, die europaweit ausgeschrieben werden musste. Den Zuschlag für das im Feuerwehr-Latein „Hubrettungsfahrzeug“ genannte Fahrzeug mit Aufbau bekam die in Karlsruhe ansässige Firma Metz Arials, die mittlerweile unter dem Namen Rosenbauer firmiert.

Die Feuerwehr sei keine „Freizeiteinrichtung für technikbegeisterte Menschen“, betonte Zugführer Heinen. „Sie bietet Schutz für Menschen und Sachwerte gleichermaßen.“ Wie auch die späteren Redner nach ihm betonte er, dass sich die Investition schon gelohnt habe, wenn nur ein einziges Menschenleben gerettet werden könne. Peter Jansen betonte, dass Rat und Verwaltung die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren nicht nur wertschätzen sondern auch tatkräftig unterstützen. Jedes Jahr werden 800 000 Euro für die Belange der Feuerwehr in den städtischen Etat eingestellt. Dazu kämen dann die notwendigen zusätzlichen Ausgaben für Anschaffungen, wenn das Budget überschritten sei. „Darüber hat es im Rat noch nie Diskussionen gegeben“, erklärte Jansen.

Im vergangenen Jahr rückte die Drehleiter des Löschzugs Mitte zu 99 Einsätzen aus, erklärte er. Dabei reiche das Einsatzspektrum vom Dachstuhlbrand und der Personenrettung bis hin zum Ausleuchten von Einsatzorten für die Polizei und die „kleine Tierrettung“.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Vaehsen betonte, dass die Drehleiter auch für die Stadtentwicklung eine nicht unbedeutende Rolle spiele, denn ohne eine entsprechende Leiter vor Ort könnten in Erkelenz keine Gebäude mit mehr als zwei Obergeschossen geplant und gebaut werden. Er hob anerkennend hervor, dass die Anschaffung eines solchen Spezialgerätes für eine Kommune ein „finanzieller Kraftakt“ sei und bescheinigte der Verwaltung, dass sie die Ziele zur Stärkung der Feuerwehr vorbildlich und nachhaltig umsetze.

Laut Stadtbrandinspektor Helmut van der Beek hatte ein Arbeitskreis, dem auch er angehörte, rund zwei Jahre investiert, um durch die Ausschreibung das beste Angebot und das für die Einsatzzwecke ideale Gerät zu finden.

Feuerwehrseelsorgerin und Gemeindereferentin Ursula Rothkranz segnete beide Geräte. Im Anschluss wurde die Drehleiter in ihrer Funktionsvielfalt vorgeführt.

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