Stadt bezuschusst Kunstrasen in Waldenrath

Von: Anna Petra Thomas
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Zuschuss von der Stadt kommt: Bald soll es in Waldenrath einen Kunstrasenplatz für die Fußballer des SV Waldenrath/Straeten geben. Foto: anna

Heinsberg. Der Heinsberger Sportausschuss hat mit einem Grundsatzbeschluss den Weg frei gemacht für den ersten Kunstrasenplatz im Stadtgebiet. Wenn auch der Rat noch zustimmen muss, dürfte der Realisierung des neuen Platzes, der nach den Plänen des SV Waldenrath/Straeten den bisherigen Rasenplatz in Waldenrath ersetzen soll, nichts mehr im Wege stehen.

Dem Beschluss zufolge soll die Stadt den Bau des neuen Platzes, der laut Verein 600.000 Euro kosten soll, mit maximal 150.000 Euro bezuschussen. 150.000 Euro will der Verein selbst an Eigenmitteln aufbringen. Die andere Hälfte in Höhe von 300.000 Euro soll durch „Spenden und Beiträge Dritter“ aufgebracht werden, heißt es im Antrag auf Förderung, den der Verein gestellt hat.

Zwischen der Stadt und dem Verein muss zwecks Realisierung des Platzes nach dem Ratsbeschluss ein Vertrag geschlossen werden, heißt es im Beschluss weiter. Dieser sieht vor, dass der Verein den Platz baut und pflegt. Die Stadt bleibt Eigentümerin und behält sich vor, nicht genutzte Zeiten auf dem Platz selbst zu belegen. Zudem übernimmt sie den Austausch des Kunstrasenteppichs, jedoch frühestens nach 13 Jahren. Der Verein muss der Stadt zudem einen detaillierten Finanzierungsplan mit Nachweisen beziehungsweise Bürgschaften zu den Eigenmitteln sowie zu den Spenden und Beiträgen Dritter vorlegen.

Der aktuelle Antrag des SV Waldenrath/Straeten basierte auf einem Grundsatzbeschluss des Rates vom Januar 2015 zur Förderung von Sportvereinen beim Bau von Kunstrasenplätzen. Darin ist geregelt, wie viele Mannschaften ein Verein im Senioren- und Jugendbereich über einen Zeitraum von zehn Jahren gesehen fünf Jahre lang im Spielbetrieb haben muss, um eine Förderung beantragen zu können. Diese Voraussetzung habe der SV Waldenrath/Straeten sogar für sieben Spielzeiten erfüllt, hieß es in der Vorlage der Verwaltung.

Der Beschluss des Ausschusses erfolgte einstimmig. Lediglich der CDU-Stadtverordnete Guido Schluns, Ortsvorsteher in Schafhausen, und der sachkundige Bürger Hermi Jansen, ebenfalls aus Schafhausen, enthielten sich der Stimme. Für die CDU-Fraktion hatte zuvor Manfred Fell den Antrag des Vereins unterstützt, ebenso wie Uwe Erwin Rauschning für die SPD und David Stolz für die FDP.

Die Freien Wähler hätten den Grundsatzbeschluss von 2015 nicht mitgetragen, erklärte Wolfgang Hartung für die Freien Wähler. Dennoch stimmte er dem aktuellen Beschluss zur Förderung des Kunstrasenplatzes für den SV Waldenrath/Straeten zu. „Der Umsetzung eines demokratisch gefassten Grundsatzbeschlusses werden wir uns nicht entgegenstellen“, erklärte er. „Vereine und die Bürger der Stadt Heinsberg haben ein Recht auf Beschlusssicherheit und die damit verbundene Umsetzung.“

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