St. Josef: Männergesangsverein legt Rap auf die Bühne

Von: a.s.
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Der Männergesangverein Höngen begeisterte mit seinem klaren Gesang. Foto: Andrea Schever

Gangelt-Hastenrath. Rund 40 Männer im gleichen schicken Anzug treten auf die Bühne, auf ihren Sakkos den gleichen Schriftzug, und ebenso harmonisch, wie die Gruppe aussieht, klingen auch ihre Stimmen. So präsentierten sich die Mitglieder des Männergesangverein St. Josef aus Höngen bei ihrem „Konzert der Gegenwart und Zukunft“ in der Festhalle Hastenrath.

Das Konzert unter diesem Motto verband diese beiden Komponenten in Form der Zusammenarbeit der seriösen Herren des Männergesangvereins und der jungen Musikerinnen und Musiker der Kreismusikschule Erkelenz.

Das Konzert wurde dank der fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule um eine Reihe von Stücken bereichert: Dorota Zawada (Sopran) gab Mozarts „Laudate Dominum“ zusammen mit dem Männergesangverein zum Besten. Es folgte der kurze, aber sehr bekannte „Abendsegen“ aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel“, gesungen von Anja Böttrich und Vivien Hegemann (beide Sopran). Natlie Diart (Sopran) sang Schuberts „Ständchen“.

Zudem sorgte Simon Brendt mit seinem Trompetenkonzert von Joseph Haydn und der Begleitung zu „Die Post im Walde“ ebenso für Begeisterung wie Jonathan Henning, der seiner Geige das „Scherzo Tarantelle“ und dem Klavier „Des Dichters Herz“ entlockte. Für das Finale des zweiten Akts aus der „Zauberflöte“ taten sich die vier Sopranistinnen zusammen und begeisterten das Publikum mit ihrem gemeinschaftlichen Gesang.

Für große Überraschung und umso mehr Aufmerksamkeit sorgte eine für einen Männergesangverein untypische Liedsorte: ein Rap. Das österreichische Volkslied „Lieber Augustin, fast alles ist hin“ wurde von den Herren im Sprechgesang vorgetragen, der mit ebenfalls vokal erzeugten Perkussion-Geräuschen unterlegt wurde. Auch wurde das Publikum zur aktiven Teilnahme animiert, wie beim niederländischen Volkslied „Hab den Wagen voll geladen“.

Durch das Programm führte Gerd Passen mit interessanten Informationen zu Stücken und Interpreten. Ein großer Teil der Programmpunkte, vor allem die Einlagen der Musikschüler, wurden von Irina Fuchs am Klavier begleitet.

Für den gewaltigen Abschluss des Konzertes präsentierte der Männergesangverein eine Zusammenstellung aus fünf Suiten. Diese von Michael Schmoll anlässlich der 150-Jahr Feier des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2012 komponierten Werke, die 23 Chöre damals in Bonn präsentierten, nahm das Publikum an diesem Abend so sehr mit, dass es stehende Ovationen für die Herren gab.

Zu Ende ging der Auftritt für den Chor mit gemischten Gefühlen, da Piet Tobben, der 13 Jahre für den Einklang der Herrenstimmen sorgte, das letzte Mal das Dirigat übernommen hatte. Dennoch zufrieden erklärt er, dass er sich nach seiner jahrelangen und für ihn stets positiven Tätigkeit nun noch Zeit für andere Dinge nehmen möchte. Und seinem Assistenten Wim Hendriks dankte er herzlich für viele Jahre zuverlässiger Unterstützung vor allem bei den Chorproben.

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