Heinsberg - St. Gangolf: Lichtspektakel für die Seele

St. Gangolf: Lichtspektakel für die Seele

Von: Anna Petra Thomas
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Für einen wunderbaren Hörgenuss sorgte der Junge Chor von St. Gangolf unter der Leitung von Winfried Kleinen (links) auf der Orgelbühne. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. „Mache dich auf und werde licht!“ Mit dem Titel dieses Kanons aus dem neuen Gotteslob war auch die Adventvigil überschrieben, die Propst Markus Bruns mit Mitbrüdern und einer großen Gemeinde in der Kirche St. Gangolf gefeiert hat.

Es ist wohl auch die besondere Atmosphäre des am vierten Adventabend allein in das Licht Hunderter Kerzen getauchten Selfkantdoms, der die Gläubigen aus allen Orten Heinsbergs und darüber hinaus auf den Kirchberg hinaufzieht, vor allem aber war es der Gesang des Jungen Chors von St. Gangolf unter der Leitung von Regionalkantor Winfried Kleinen. Er bot in diesem Jahr eine eindrucksvolle Mischung aus deutsch- und englischsprachigen Gesängen, dazu Lieder in lateinischer Sprache, die sehr gut zur inhaltlichen Thematik der Vigil passten.

Mit dem Thema Licht befassten sich auch die drei Textbesinnungen. „Mache dich auf!“, „Sieh alles im Licht!“ und „Werde Licht!“ waren sie überschrieben. Manchen Menschen mache die dunkle Jahreszeit zu schaffen, erklärte Bruns in seiner Ansprache. „Mir geht es auch so.“ Mehr noch als das Graue und Dunkle der Winterzeit drücke aber die Dunkelheit in dieser Welt. Dagegen seien in St. Gangolf Hunderte Kerzen angezündet worden. „Das tut gut. Das streichelt unsere Seele“, und das sei mehr als ein sentimentales Gefühl oder ein schönes Lichtspektakel. Wie eine Kerze könne jeder in der Welt das Leben und das Zusammenleben von Menschen erhellen.

Mehr als ein leerer Stall

Und so bat Bruns dann auch in seinen Fürbitten um die Menschen im syrischen Aleppo, aber auch für die Menschen, die auf der Flucht sind, dass ihnen mehr angeboten werden könne als ein leerer Stall.

Der Chor ließ dem „God of all places“ (David Haas) in Englisch „Let the Lord enter“ (Timothy R. Smith) folgen. In lateinischer Sprache sang er „Veni, veni Emanuel“ (Zoltán Kodály), „O lux beatissima“ (Howard Helvey) und „Rorate coeli“ (Josef G. Rheinberger). „O Gott komm mir zu Hilfe“ hatte der Chor in Deutsch zur Eröffnung gesungen, um dann mit der Gemeinde in ein „Macht hoch die Tür“ einzustimmen.

Dem adventlichen Choral „Es kommt ein Schiff, geladen“ folgte wieder gemeinsam mit der Gemeinde ein „Danke dem Herrn, er hat uns erhöht“. „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy sang der Chor während der Aussetzung des Allerheiligsten, gefolgt vom „Abendlied“ von Josef G. Rheinberger. „Komm, Herr Jesus, Maranatha“ lautete seine Antwort auf die Fürbitten.

Allerheiligstes reponiert

Dem Tantum ergo und dem sakramentalen Segen ließ er beim Reponieren des Allerheiligsten den Leitgedanken der Vigil folgen: „Mache dich auf und werde licht“. „Wachet auf“ sang er schließlich mit der Gemeinde beim Auszug.

Anschließend lud der Propst zu einer Begegnung bei Gebäck und Glühwein ein. Für deren Vorbereitung und der Ausstattung der gesamten Kirche mit Kerzenlicht dankte er der Messdiener-Gemeinschaft.

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