Hückelhoven - St. Barbara: Gläubige nehmen Abschied

St. Barbara: Gläubige nehmen Abschied

Von: koe
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Pfarrkirche Sankt Barbara entwidmet: Künftig wird es in Hückelhoven mit der Pfarrkirche Sankt Lambertus nur noch eine katholische Kirche geben. Die Gläubigen nahmen nun Abschied. Foto: Koenigs

Hückelhoven. „Die heilige Barbara ist ein leuchtendes Zeugnis der Gegenwart Gottes in dieser Welt“, betonte Pfarrer Georg Kaufmann im Verlauf der Entwidmungsmesse der altehrwürdigen katholischen Pfarrkirche Sankt Barbara. Viele Gläubige hatten den Weg in „ihre geliebte Kirche“ gefunden und allen Besuchern wurde deutlich, dass viel Herzblut an Sankt Barbara hängt.

Bald wird es in der ehemaligen Zechenstadt Hückelhoven mit der Pfarrkirche in Sankt Lambertus nur noch eine Kirche geben, zwei sind nicht mehr möglich. Der Abschied von der Pfarrkirche Sankt Barbara sei kein Abschied von Gott, so Pfarrer Georg Kaufmann. Im Licht des Herrn werde man Frieden und Heil finden. Das Leben bestehe aus Höhen und Tiefen, aus Freud und Leid. Über allem stehe der Herr, der Licht verbreite. Wenden wir uns im Gebet an ihn, forderte der Hückelhovener Pfarrer die Gläubigen auf.

Zu Beginn der Entwidmungsmesse hatte er viele, in der Pfarre aktive Christen und Gruppen begrüßen können – wie die Knappen in ihren schmucken Uniformen, die Schützen oder die Mitglieder der Feuerwehr. Im festlichen Zug waren die Gruppen ein letztes Mal in die Pfarrkirche Sankt Barbara eingezogen.

Dort wurden sie von den Klängen der Bergkapelle begrüßt, die im Altarraum Platz gefunden hatte. Im Verlauf des Entwidmungsgottesdienstes erklangen von der Orgelbühne die Stimmen des Kirchenchores von Sankt Lambertus und Sankt Barbara. Es war eine festliche Entwidmung, an deren Ende eine Prozession durch Hückelhoven zur Pfarrkirche Sankt Lambertus folgte, der neuen Heimat der katholischen Bevölkerung des Ortes. „Lasst uns in Dankbarkeit zurückschauen“, sagte der Beauftragte des Bischofs. Bei allem Ärger und Unverständnis in der Bevölkerung hätten es sich die für die Aktion der Entwidmung verantwortlichen Personen nicht leicht gemacht mit ihrer Entscheidung, die Pfarrkirche Sankt Barbara zu schließen. Jetzt gelte es, nach vorne zu schauen und sich den neuen Herausforderungen zu stellen.

Wenn man jetzt nach Sankt Lambertus ziehe, ziehe Gott mit. Der mit der Entwidmung Beauftragte des Bischofs erinnerte daran, dass die Pfarrkirche Sankt Barbara im Jahre 1928 in Auftrag gegeben worden sei, weil die Bevölkerung durch den Steinkohlebergbau stetig angestiegen sei.

In den 50er und 60er Jahren habe die Barbarakirche ihre „beste Zeit“ gehabt und vielen Gläubigen eine Heimat gegeben, ehe mit der Krise im Bergbau die Zahl der Kirchenbesucher stark zurückgegangen sei. Er erinnerte an den Kampf um den Erhalt der Zeche. Die Erinnerung werde bleiben, die Erinnerung an viele Ehrenamtler und würdig gefeierte Gottesdienste. Das Gottesvolk stelle sich schließlich immer neuen Herausforderungen.

Bei strahlendem Sommerwetter formierte sich der Zug der Gläubigen durch den Ort zur neuen Heimat, der Pfarrkirche von Sankt Lambertus an der Dinsthülerstraße.

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