SSV Blau-Weiß Kirchhoven zeigt sich als große Familie

Von: agsb
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Heinsberg-Kirchhoven. Es war keine einfache Jahreshauptversammlung beim SSV Blau-Weiß Kirchhoven im Vereinslokal Bodens an der Pfarrkirche.

Dramatische Ereignisse

Einige hatten Tränen in den Augen, als die Sprache auf Uwe Frohnert kam. Der plötzliche Tod des Jugendleiters im April 2013 konnte keiner begreifen, es dauerte lange bis dieser Schmerz einigermaßen verdaut wurde.

Und binnen weniger Wochen sollten den Verein noch mehr Schicksalsschläge ereilen. Als die Nachricht eines toten jungen Mannes im Lago Laprello die Runde im Heinsberger Land machte, hatte der Geschäftsführer gleich ein komisches Gefühl, sagt er. Und als man erfuhr, dass dies ein Spieler der Seniorenmannschaft der Blau-Weißen war, schien eine Welt zusammenzubrechen.

Keiner im Verein hatte den Abstieg der ersten Seniorenmannschaft aus der Kreisliga auf dem Schirm. Der Verein organisierte ein Benefizspiel für den verunglückten jungen Spielers. Trotz schlechten Wetters wurde dieses Spiel ein Highlight in der Vereinsgeschichte, der Verein präsentierte sich als große Familie. Da waren auch die Probleme im Verein selbst nur Nebensache.

Bei aller Trauer hatte das Benefizspiel einen kleinen positiven Nebeneffekt: Vertreter der Stadt erkannten dass der Aschenplatz dringend saniert werden muss. Dem Verein wurde Hilfe versprochen.

Großer Vereinsgeist

Der Verein hat die Tiefschläge gut überwunden. Geschäftsführer Dirk Scholten lobte einen großen Vereinsgeist.

Ein besonderer Dank ging Richtung der zweiten Mannschaft. Diese musste in der ersten Mannschaft häufig aushelfen, obwohl man selbst mit der Bestbesetzung in der C-Liga einiges erreichen konnte.

Die Jugendabteilung möchte versuchen, die Arbeit von Uwe Frohnert in seinem Sinne fortzuführen. Dirk Scholten bedauerte, dass die erste Mannschaft viele Punkte in der Vorrunde verschenkt hatte, was sich später rächte.

Bei den Vorstandswahlen gab es keinerlei Überraschungen. Die Vorstandsmannschaft ist seit mehr als zehn Jahren aktiv. Vorsitzender bleibt Sebastian Aretz, Geschäftsführer weiterhin Dirk Scholten und Johannes Geiser führt die Kasse. Thomas Schöbben, Jörg Schlebuch, Marcel Frösch (Jugendleiter), Detlef Vondeberg, Ronald von Gennip, Fritz Rausch, Frank Tholen, Stefan Heithausen komplettieren den Vorstand.

Das sportliche Ziel für die nächsten Jahre ist klar. Der Verein will den Aufstieg anpeilen. Der ist allerdings kein Muss. Denn der Verein steht wie eine eins hinter seinem Leitsatz: „Fußball ohne Geld“ – ohne Wenn und Aber.

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