Kreis Heinsberg - Spur von Skandal-Fleisch führt in den Kreis Heinsberg

Spur von Skandal-Fleisch führt in den Kreis Heinsberg

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Die Spur aus den Niederlanden nach Deutschland ließ sich schnell verfolgen. Nachdem in dieser Woche ein neuer Fleischskandal aufgedeckt wurde, bei dem ein niederländischer Großhändler offenbar in mehrere europäische Länder 50 000 Tonnen nicht deklariertes Fleisch verkauft hatte, was auch den Verdacht nahelegte, dass es mit unkontrolliertem Pferdefleisch versetzt sein könnte, liefen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Am Donnerstag, so bestätigte Kreis-Pressesprecher Ulrich Hollwitz gegenüber unserer Zeitung, seien 26 Kreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen per Email durch das Landwirtschaftsministerium informiert worden, dass 38 Betriebe innerhalb des Bundeslandes von den Lieferungen betroffen seien und sich einer davon im Kreis Heinsberg befinde. Bundesweit sind es nach ersten Erkenntnissen 124 Betriebe.

„Im Jahr 2013 hat das Unternehmen allerdings noch kein Fleisch des niederländischen Lieferanten bezogen“, erklärte Hollwitz. Es seien auch keinerlei entsprechende Lebensmittelchargen mehr in der Firma vorhanden. Die Verarbeitungswege frischer Ware ließen sich gut nachvollziehen und die Firma, die nach eigenem Bekunden über eine 50-jährige Erfahrung in der Nahrungsmittelindustrie verfügt, unterstütze die Vertreter der Behörde bei ihrer Arbeit.

Das Unternehmen, so Hollwitz, liefere seine Ware nicht direkt an den Endverbraucher, sondern unter anderen an Hersteller von Fertigprodukten.

„Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, die Lieferpapiere zu sichten und zu prüfen, ob noch Lebensmittelchargen in Umlauf sind, deren Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist.“ Grundsätzlich ist es für Hollwitz wichtig festzustellen: „Es handelt sich um ein Unternehmen, bei dem es seitens der Lebensmittelüberwachung noch nie negative Vorkommnisse gegeben hat.“

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