Sportliche Aushängeschilder für die Stadt

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
14236782.jpg
Selbstverteidigungstechnik beeindruckend demonstriert: Das Ju-Jutsu-Team Kihaku des TuS Rheinland Dremmen gab im Rahmen der Ehrungsfeier in der Festhalle einen Einblick in seinen Sport. Foto: Anna Petra Thomas
14236784.jpg
Die geehrten Sportler und Ehrenamtler für das Jahr 2016 zusammen mit Vertretern von Stadt, Stadtsportverband und der Volksbank Heinsberg. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. Bereits seit mehr als 30 Jahren ehrt der Stadtsportverband in Heinsberg alle erfolgreichen Sportler des Vorjahres. Seit einem viertel Jahrhundert organisiert Willi Engels diese Veranstaltung. „Diese Sportlerehrung ist die inzwischen 25. in meinen 25 Jahren als Vorsitzender“, erklärte er dann auch in seiner Begrüßung in der Oberbrucher Festhalle, fügte jedoch gleich hinzu: „Im Herbst 2017 nun wird für mich Schluss sein; mit dann fast 80 Jahren muss es – ich betone leider – sein.“

Vor genau 50 Jahren, im Januar 1967, sei er berufsbedingt nach Heinsberg gezogen, blickte Engels in seiner Rede auf den Beginn seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den Sport zurück. Damals hatte er sich dem FC Alemannia Heinsberg angeschlossen. Überrascht war er dann am Ende der rund zweistündigen Veranstaltung selbst, gehörte er da doch zu den Menschen, die für ihr seit Jahrzehnten währendes ehrenamtliches Wirken für den Sport in der Stadt Heinsberg eine besondere Ehrung in Form einer Glasplakette erhielten.

Bestandteil der Gesellschaft

Die besonderen Verdienste im Sport in der Stadt zu würdigen, gehöre zu einer langen und guten Tradition, erklärte Bürgermeister Wolfgang Dieder in seiner Ansprache. Erfolgreiche Sportler hätten auch im vergangenen Jahr den sportlichen Ruf der Stadt weiter verbessert und den Namen Heinsbergs auch nach Europa getragen.

Wie für die Sportler selbst sei der Sport auch für die Stadt keine Nebensache, so Dieder. Die Gesellschaft brauche aktive Vereine, die jedem die Möglichkeit bieten würden, sich fit und gesund zu halten, aber auch Leistungen zu erbringen. „Die Sportvereine sind damit ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft.“ Das gute Abschneiden der Sportler zeige, das Heinsberg über geeignete Trainings- und Wettkampfbedingungen verfüge. Dabei bemühe sich die Stadt, diese Infrastruktur nicht nur zu erhalten, sondern stetig weiter zu verbessern. Doch bei allem Bemühen seitens der Stadt seien es am Ende doch die Vereine, die diese Sportstätten mit Leben füllten, betonte er und sprach diesen damit zugleich seinen Dank aus.

„Sport verbindet“, betonte Ralf Thora von der Volksbank Heinsberg als Sponsor des Sports in seinem Grußwort. Er kündigte zugleich an, dass die Bank in diesem Jahr zum vierten Mal den Wettbewerb „Sterne des Sports“ durchführen wird, mit dem soziales und ehrenamtliches Engagement von Vereinen belohnt wird. Die Ausschreibung sei in Kürze auf der Internetseite der Bank zu finden.

Insgesamt standen auf der Liste von Moderator Jochen Lintzen 34 Stadtmeister, zehn Kreismeister, 21 Bezirks-, Gau- und Regiomeister, darüber hinaus zehn Platzierungen bei Landesmeisterschaften, zwei bei Deutschen Meisterschaften und eine Europa-Vizemeister, darüber hinaus acht Ehrungen fürs Sportabzeichen und sechs hohe Gürtelprüfungen im Ju-Jutsu. Höhepunkt der Sportlerehrung war auch in diesem Jahr die Auszeichnung der Ehrenamtler, der Sportlerin, des Sportlers und der Mannschaft des Jahres.

Neben Willi Engels wurde als Ehrenamtlerin zunächst Inge Gallinat gewürdigt, seit 50 Jahren aktive Übungsleiterin im TuS 09 Oberbruch. Eine weitere Auszeichnung ging an Norbert Spiertz vom Ju-Jutsu-Team Kihaku des TuS Rheinland Dremmen. Als erster und bisher einziger Sportler in Deutschland habe er 2010 in Aachen trotz seiner Parkinson-Erkrankung den 1. Dan geschafft, hieß es in der Laudatio vor der Auflistung seines umfangreichen ehrenamtlichen Engagements.

Sportlerin des Jahres ist die Reiterin Paula Schaffrath vom Reit- und Fahrverein Heinsberg. Beim Bundesvierkampf in Langenfeld, in etwa vergleichbar mit einer Deutschen Meisterschaft, habe sie mit der rheinischen Mannschaft den vierten Platz und im Einzel den fünften Platz belegt, so Engels. Als Sportler des Jahres zeichnete der Stadtsportverband Hermann-Josef Limburg vom FC Eintracht Kempen aus. Er ist amtierender Vize-Europameister im Duathlon Kurz und Triathlon Mittel. Mannschaft des Jahres ist das Team des Motorsportclubs (MSC) Oberbruch mit Moritz Conen, Michael Raschen und Mert Sanli. Es sicherte sich die Landesmeisterschaft im Kartsport.

Für ein kurzweiliges Rahmenprogramm sorgten neben einer abschließenden Verlosung das Tanzpaar, die Senioren-Tanzgarde und die Showtanzgruppe „Masquerade“ der KG Brööker Waaterratte sowie das Ju-Jutsu-Team Kihaku.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert