Spendensammlung: Papier für neue Gemeinden auf Kap Verde

Von: Johannes Bindels
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KAB-Mitglieder helfen in Oberbruch beim Beladen des Spenden-Containers für die Partnergemeinde auf den Kap Verden (Mitte, hinten: Uli Tings, 3.v.r., und Johannes Eschweiler, 4. v.r.). Foto: Johannes Bindels
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Eine weitere Ladung aus dem Kreis Heinsberg mit Papier und Schulmaterialien wird auf den Container umgeladen. Johannes Eschweiler nimmt die Sachspenden entgegen.

Heinsberg-Oberbruch. Es war kalt, aber sonnig, als Johannes Eschweiler, Pastoral in der Arbeitswelt für die Region Heinsberg, und Uli Tings, Pastoralreferent für die Region Krefeld, mit engagierten Mitgliedern der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) des Bistums Aachen in Oberbruch den Container beluden. Aus dem gesamten Bistum Aachen waren Materialspenden für die portugiesische Arbeiterbewegung Liga Operaria Catolica (LOC) zusammengekommen.

„Zum zweiten Mal führen wir diese Spendenaktion für unsere Partnerpfarrgemeinde Sagrado Coragao de Jesus (Heiliges Herz Jesus) in der Nähe der Hauptstadt Praia auf den Kap Verden durch“, erläuterte Johannes Eschweiler das rege Treiben. Cabo Verde (Kap Verde) ist ein afrikanischer Inselstaat, der aus den Kapverdischen Inseln besteht. Seit fünfzehn Jahren bestehe die Zusammenarbeit mit der dortigen Arbeiterbewegung LOC.

Papierknappheit

Uli Tings berichtete von dem Mangel an Papier für die Verwaltungs- und Bildungsarbeit. Papierknappheit auf armen, afrikanischen Inselgruppe habe auch mit der Wasserknappheit zu tun. Neben den Schulmaterialien, Papier in allen Variationen, Bastelmaterial und Schulranzen, gehörten zum Spendenumfang auch liturgische und sakrale Gegenstände und Kleidung.

„In Deutschland müssen Gemeinden ihre Kirchen schließen. Daraus ergibt sich dann die Möglichkeit, den neu entstehenden Gemeinden auf den Kap Verden zu helfen und sie mit den Spenden auszustatten. Das geht vom Kelch, über Kreuze bis zur Kleidung für die Liturgie und die Messdiener“, ergänzte Uli Tings, der auch mit seinen portugiesischen Sprachkenntnissen weiterhelfen konnte.

Eine große Anzahl an Kindern sei amtlich nicht erfasst, die deswegen auch vom dortigen Schulsystem nicht erreicht werden würden. Es gebe viele alleinerziehende Frauen mit mehreren Kindern, die keine schulische Ausbildung erhielten. Das Sozialprojekt und die Papierspenden dienten auch dazu, diesen Kindern und Jugendlichen eine Grundausstattung für schulische Bildung zu ermöglichen.

Die Nachkommen der Sklaven aus den Jahrhunderten der Kolonisation würden noch heute unter Armut und sozialer Benachteiligung leiden. Den Kindern und Jugendlichen eine schulische Bildung und später eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen, sei eines der Anliegen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Gemeinden, umreißt Tings das Hilfebedürfnis.

Die KAB im Bistum Aachen habe es in den zwei Monaten der Sammel- und Spendenaktion wieder geschafft, einen ganzen Container zu füllen und auf die Reise zu schicken. Zunächst geht es nach Antwerpen und von dort mit dem Schiff weiter.

Am 26. Dezember soll die Ladung dann in Praia sein – rechtzeitig zu Weihnachten.

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