Spektakuläre Licht- und Musikinszenierung im Selfkantdom

Von: Anna Petra Thomas
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Großartiges Farbenspiel: Das Konzert „Colours of Church“ verwöhnte die Sinne der Besucher. Foto: Anna Petra Thomas
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Starke Effekte: Mit fast 170 Scheinwerfern wurde das Innere des Selfkantdoms spektakulär illuminiert. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Ein bisschen Himmel auf Erden: eine mutige Beschreibung für ein Konzert in einer Kirche. Aber so müsste es wohl sein. Selbst Propst Markus Bruns bestärkte das Gefühl, das die 850 Besucher des Selfkantdoms spätestens erschlichen haben musste, als beim „Alleluia! Laudamus te“ von Alfred Reed nicht nur die Instrumente des Instrumentalvereins St. Marien Straeten im Altarraum erklangen.

Auch Andreas Evers zog oben auf der Orgel noch alle 39 Register und die Lichtinstallation aus knapp 170 eigens installierten Scheinwerfern malte goldgelbe Kreise ins Kirchengewölbe. Dieser festliche Lobgesang von Instrumenten und Musik unter der Gesamtleitung von Jan van Hulten war einer der Höhepunkte der Aufführung von „Colours of Church“ am Samstag- und Sonntagabend in der Kirche St. Gangolf in Heinsberg. Nach der gelungenen Premiere vor drei Jahren hatte der Instrumentalverein über ein Jahr lang gemeinsam mit dem Chor „All that Joy“ ein neues, facettenreiches Programm vorbereitet.

Eindrucksvoll war schon das erste Stück, bei dem der Chor sich aus der Taufkapelle der Kirche kommend singend durch das Mittelschiff auf den Weg zum Altar machte. „Holy ist the lamb“, hieß das Werk von Tore W. Aas, dass eigens für das Konzert „Colours of Church“ für Blasorchester und Chor neu arrangiert worden war. Gleiches galt für das bekannte Spiritual „Go down, Moses“, das die Konzertbesucher in einem neuen Arrangement quasi auch als Welturaufführung erleben durften.

Überzeugend

Die „Soloauftritte“ von Orchester oder Chor kamen beim Publikum ebenso gut an wie die gemeinsamen Darbietungen. Der Instrumentalverein brillierte zum Beispiel mit den Blasorchester-Werken „The Hobbits“ (Johan de Meijs), „A Choral for a Solemn Occasion“ (Marc van Delft) oder mit der Musik zum britischen Lied „I vow to thee, my country“ genau so, wie sie 2012 bei der Hochzeit von William und Kate gespielt wurde.

Der Chor präsentierte unter der Leitung von Thomas Hansen am Klavier ein Potpourri moderner Kirchenlieder oder auch das Liebeslied „Deeper Than“ (Hans Christian Jochimsen), bei dem Alyshia Bessix sich als Solistin in die Herzen des Publikums sang. Mehr noch laute Beifallsrufe klangen durchs Kirchenschiff für Solistin Paula Thevißen nach dem Adagio für Klarinette (Heinrich Joseph Baermann).

Nicht zuletzt überzeugten Orchester und Chor aber auch durch ihre gemeinsamen Auftritte, etwa bei den „Pacific Dreams“ (Jacob des Haan) in einer in Meerblau getauchten Kirche oder bei dem Stück „Anthem“ aus dem Musical „Chess“. Mit dem weltbekannten Song „We are the World“ von Michael Jackson und Lionel Richie endete das Konzert offiziell. Nicht ohne Zugabe ließ das vollends begeisterte Publikum die Künstler jedoch von der Altar-Bühne.

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