Erkelenz - SPD will Platz für Wohnmobile

SPD will Platz für Wohnmobile

Von: Helmut Wichlatz
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Von der Roermonder Straße aus ist der ehemalige Bolzplatz mit Sandkasten und Schaukel kaum zu erkennen. Es wird diskutiert, ob dieser Platz für Wohnmobilstellplätze genutzt wird. Foto: Helmut Wichlatz
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Der ehemalige Bolzplatz mit Sandkasten und Schaukel. Es wird diskutiert, ob dieser Platz für Wohnmobilstellplätze genutzt wird. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Wohnmobiltourismus liegt im Trend. Den Kommunen kommt das gelegen, denn diese Touristen sind ein pflegeleichtes und kaufkräftiges Publikum. Im Kreis konnten sie bislang zwischen sieben Stellplatzanlagen wählen, die nach Aussage des Heinsberger Tourist-Service auch rege genutzt würden.

Auch in Erkelenz soll es einen Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgungsstation sowie Strom geben. Ein entsprechender Antrag der SPD wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung, bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe diskutiert.

Dieses Thema sei „grundsätzlich auch für die Stadt Erkelenz nicht neu“, hieß es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung mit Verweis auf die Empfehlung des Heinsberger Tourist-Service, laut der Erkelenz mit acht bis zehn Stellplätzen angemessen bestückt sei.

Darüber hinaus müsse sich eine neue Stellplatzanlage in ihrer Attraktivität mit den sieben im Kreis vorhandenen Anlagen messen lassen. Die vorhandenen Stellplatzanlagen befänden sich „bevorzugt in touristisch attraktiven Lagen“, was für Erkelenz eine Nähe zum Stadtkern in beruhigter Lage bedeuten würde. Der Sitzungsvorlage war eine Liste mit sieben möglichen Plätzen und deren Vor- und Nachteilen angehängt, darunter auch ein Bereich des Burgparkplatzes oder der Park-and-ride-Anlage an der Alfred Wirth-Straße.

In die engere Auswahl rückte nach dieser Prüfung die Fläche des ehemaligen Bolzplatzes an der Roermonder Straße. Das rund 3000 Quadratmeter große Gelände gegenüber der Oerather Mühle gehört der Stadt. Eine Fläche von rund 1900 Quadratmetern, die von der Roermonder Straße aus direkt zu erreichen wäre, sei für Stellplätze gut geeignet. Sie entspreche dem Anforderungsprofil größtenteils, zum Beispiel in der Anbindung an die Innenstadt und Natur, der relativ ruhigen Lage und der guten Verkehrsanbindung.

Nicht primäre Aufgabe

Der Bau des Stellplatzes durch einen privaten Interessenten sei eine Option, da neue Wohnmobilstellplätzen „sicher nicht primär zu den Kernaufgaben einer Kommune“ gehöre, hieß es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung weiter. Dem Antrag der SPD werde durch eine Anlage an dieser Stelle entsprochen. Die SPD hatten das Thema ihrerseits in dem Antrag gut vorbereitet und sieben mögliche Standorte in der Stadt ausgewählt. Diese hatten aber in der anschließenden Bewertung der Standorte weniger zufriedene grüne „Smileys“ als unentschlossen gelbe oder ablehnend rote erhalten.

Der Platz hinter der Bushaltestelle an der Roermonder Straße ist von der Straße aus kaum noch wahrzunehmen, da er durch Bäume und Büsche abgegrenzt ist. Auf dem Platz selbst gibt es einen Sandkasten und eine Schaukel, als Bolzplatz werde er kaum noch genutzt, hieß es von Verwaltungsseite. In der anschließenden Diskussion äußerte Karl-Heinz Frings von der Bürgerpartei die Befürchtung, der Wohnmobilstellplatz könne bei den Anwohnern wegen der Lärmentwicklung auf wenig Gegenliebe stoßen.

Für die Antragsteller hob Ausschussmitglied Ferdi Kehren hervor, dass Wohnmobiltourismus nicht mit Campingplätzen gleichzusetzen sei. Trotzdem sei der Kontakt zu den Anwohner schon in der frühen Planungsphase wünschenswert. Die Verwaltung wurde beauftragt, die bauplanungs- und erschließungstechnischen Voraussetzungen zu prüfen.

Angaben über die finanziellen Auswirkungen könnten nach Abschluss der Gespräche mit den möglichen Pächtern gemacht werden. Sollten diese zu nichts führen, sollte man darüber nachdenken, den Platz in kommunaler Verantwortung selbst umzusetzen und zu betreiben, regte Dieter Spalink von der SPD an.

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