SPD: Filet-Grundstück nicht zum Parken nutzen

Von: Rainer Herwartz
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Ein Parkaus auf dem bestehenden Parkplatz und ein Wohn- und Geschäftskomplex an der Stelle der Sonnenscheinschule (rechts hinter den Bäumen), diese Möglichkeit der Innenstadtaufwertung skizziert die SPD. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Schon in der Haushaltsrede hatte die CDU es anklingen lassen. Und in der nächsten Ratssitzung werden die Christdemokraten unter der Überschrift „Verbesserung der Parkplatzsituation in der Innenstadt“ einen entsprechenden Antrag stellen.

Danach soll die Verwaltung vom Rat der Stadt Heinsberg beauftragt werden zu prüfen, wie die nach dem Umzug der Sonnenscheinschule in das Gebäude der Hauptschule frei werdende Fläche als neue Parkplatzfläche genutzt werden kann.

Die Kosten der Maßnahme sollen auch unter Einbeziehung eines Abbruchs der Sonnenscheinschule ermittelt und dem Rat Finanzierungsvorschläge zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Möglichkeit, diese Maßnahme durch eine „moderate Erhöhung der Parkgebühren“ zu finanzieren, wird ebenfalls ins Kalkül gezogen.

Gelegenheit nutzen

Die Sozialdemokraten möchten nun diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen, ohne ein seit Jahren diskutiertes Thema erneut in den Fokus zu rücken. „Da es sich bei dem Grundstück der Sonnenscheinschule um ein so genanntes Filetstück an Grundstücken im Innenbereich der Heinsberger Innenstadt handelt, stellt die SPD-Fraktion den Antrag, dass die Verwaltung zusätzlich auch alternativ prüft, wie hoch die voraussichtlichen Kosten für die Errichtung eines Parkhauses auf dem Rathaus-Parkplatz wären, und wie hoch der voraussichtliche Verkaufserlös des Grundstücks der Sonnenscheinschule im Falle der Veräußerung sein würde“, heißt es dazu in einem durch die SPD jetzt auf den Weg gebrachten Antrag, der ebenfalls auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung gesetzt werden soll.

„Wir fordern seit Jahren eine Parkpalette“, sagt SPD-Vorsitzender Dr. Hans Josef Voßenkaul. Dabei sei in erster Linie an ein Parkhaus auf dem großen Parkplatz an der Westpromenade gedacht worden, meint er. „Dann könnte man das Filetstück um die Sonnenscheinschule veräußern zum Beispiel zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftskomplexes.“ Gerade bei Stadtfesten oder in der Weihnachtszeit komme es immer wieder zu einem intensiven Suchverkehr durch die Besucher der Stadt, bemängelt der SPD-Chef. „Durch ein mehrgeschossiges Parkhaus könnte hier Abhilfe geschaffen werden.“

Ein weiterer Aspekt

Doch noch ein weiterer Aspekt beschäftigt die Sozialdemokraten. „Durch zusätzliche attraktive Geschäftshäuser in diesem innerstädtischen Bereich würde das komplette Gebiet aufgewertet. Das wäre auch ein idealer Lösungsansatz, um das seit Jahren bestehende Attraktivitätsproblem der Einzelhandelsflächen an der Apfelstraße zu entzerren“, glaubt Voßenkaul. „Damit wäre eine hervorragende Verbindung zur Hochstraße geschaffen, was dem Einzelhandel zugute kommt.“

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