Oberbruch - Sparkassen-Hallencup: Wegberg-Beeck, wer denn sonst?

Sparkassen-Hallencup: Wegberg-Beeck, wer denn sonst?

Von: Günter Kirschbaum
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Ein umkämpftes Endspiel: Der FC Wegberg-Beeck (in Rot-Schwarz) wurde am Ende seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte leidenschaftliche Schafhausener im Vorrunden-Finale mit 6:3. Foto: Andreas Steindl
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Aus in der Vorrunde: Alexander Back (links) schoss fünf Tore, sein Klub Teveren schied dennoch aus.

Oberbruch. Am Ende jubelte wie immer Fußball-Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck. Nach Anlaufschwierigkeiten gewann das von Dirk Ruhrig betreute Team die Heinsberger Vorrunde des Sparkassen-Hallencups, der von unserer Zeitung präsentiert wird. Im Endspiel schlugen die „Kleeblätter“ den starken Bezirksligisten Union Schafhausen mit 6:3.

Durch dieses Ergebnis qualifizierte sich neben den Beeckern auch die Union für die Endrunden am kommenden Samstag in Aachen. „Es war wie immer“, meinte Ruhrig, nachdem seine Spieler ihre Pflicht absolviert hatten. „Wir hatten Probleme im ersten Spiel, doch dann war es in Ordnung.“ Ohne große Jubelposen ließen sich die Beecker zum erwarteten Erfolg gratulieren.

Vor ein terminliches Problem stellt die Qualifikation für die Endrunde allerdings Schafhausen. „Wir haben für die Endrunde eigentlich keine Zeit“, sagte Sebastian Kranz, der die Union betreute. „Wir richten am Samstag die Stadtmeisterschaft aus.“ Am Ende der vereinsinternen Überlegungen wird dann aber sicherlich die Entscheidung stehen, beide Turniere zu spielen.

In Wegberg-Beecks Gruppe C entwickelte sich eine Dramatik, die man nicht hatte erwarten dürfen. Und auch zu Beginn des Turniers sah alles so aus, als sollte es ein Spaziergang für den fünffachen Gewinner des Sparkassen-Hallencups werden.

Auf der Uhr waren noch sieben Sekunden zu spielen, und der Favorit Wegberg-Beeck führte 4:gegen den ambitionierten A-Ligisten Union Würm-Lindern. Doch dann leistete sich Patrick Ajani einen schwerwiegenden Fehler, verlor den Ball an Pascal Thora, der zum umjubelten Ausgleich des krassen Außenseiters führte.

Das setzte die Beecker unter Druck. Sie mussten das letzte Gruppenspiel gegen Roland Millich, Würm-Linderns großen Konkurrenten um die Meisterschaft der Kreisliga A, unbedingt gewinnen, um doch noch ins Endspiel in der Don-Bosco-Halle einzuziehen. Millich seinerseits hatte im ersten Spiel ebenfalls ein Zeichen gesetzt und Würm-Lindern mit 3:2 durch einen Last-Minute-Treffer von Pascal Schostock besiegt.

Vor dem „Gruppenfinale“ hatte Dirk Ruhrig, der den urlaubenden Cheftrainer Friedel Henßen vertrat, seinen Spielern ins Gewissen geredet. Denn das Ziel, die Endrunde am Samstag in Aachen, sollte unbedingt erreicht werden. Und das hatten sich die „Kleeblätter“ hinter die Ohren geschrieben: Engagiert und weniger fehlerbehaftet spulten sie die Begegnung ab, und selbst ein Rückstand warf sie nicht aus der Bahn. Am Ende buchte der FC Wegberg-Beeck mit einem 6:1 das Ticket für das Heinsberger Finale.

In Gruppe D war Bezirksliga-Schlusslicht Rheinland Dremmen nur bedingt konkurrenzfähig. Gegen Landesligist Germania Teveren unterlag das Team mit 1:6, auch gegen Union Schafhausen kassierte man beim 3:6 ein halbes Dutzend Gegentreffer.

Das letzte Spiel der Gruppe D zwischen Teveren und Schafhausen musste über den Beecker Finalgegner entscheiden. Und der Außenseiter ging durch Steffen Schnitzler in Führung. Zwei Treffer von Alexander Back drehten die Partie, doch Sebastian Kranz glich aus, und Michael Peschel machte mit dem 3:2 die Überraschung perfekt. Für Teveren war das Ausscheiden vielleicht eine Entscheidungshilfe. Am Samstag ist die große Karnevalsveranstaltung im Geilenkirchener Ortsteil angesetzt.

Kontrolle gegen Leidenschaft

Das Heinsberger Endspiel war von der Papierform her eigentlich eine klare Sache. Mittelrheinligist gegen Bezirksligist. Die klare Nummer 1 im Kreis gegen die aufsteigende Union. Und alles begann dann auch planmäßig. Die Beecker übernahmen das Kommando und setzten auf ihre spielerischen Qualitäten.

Der frühe Führungstreffer von Armand Drevina sorgte dann für die nötige Ruhe im Spiel der „Kleeblätter“, dem die Schafhausener Leidenschaft entgegensetzten. Doch Thomas Lambertz legte schon in der dritten Endspielminute das 2:0 nach. Beeck blieb dran. Danny Richter war für das 3:0 verantwortlich.

Sekunden nach Anpfiff der zweiten ließ Julian Joeken Schafhausen zum ersten Mal jubeln, doch praktisch im Gegenzug stellte Maurice Passage den alten Abstand wieder her. Der Bezirksligist bewies Moral und kam durch Marc Hotopp zum 2:4. Richter beseitigte mit dem 5:2 dann aber die letzten Zweifel am Beecker Tureniersieg und die Qualifikation für die Endrunde.

Thomas Lambertz erzielte noch das 6:2 für den FCW. Doch das Ausrufezeichen setzte dann kurz vor Ende Hotopp mit dem dritten Schafhausener Treffer. Der reichte nämlich um als bester Zweiter der Vorrunden in Düren und Heinsberg das Endrunden-Ticket zu lösen.

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