Spargelfest: Hobbykoch sorgt für hausgemachte Spezialitäten

Von: Anna Petra Thomas
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Mehr als 200 Kilo Spargel hatten Festkomitee-Chefkoch Norbert Schmitz (Mitte) und sein Team, Tanja Herfs und Andrea Schmitz (von links) sowie Anina Strittmatter und Marlies Landmesser (von rechts) fürs Mittagessen im Bürgerhaus vorbereitet. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Genau 11.05 Uhr ist es im Nebenraum Effelder Bürgerhauses, der ein echter Mehrzweckraum ist: Dem Theater Almenrausch dient er als Garderobe, doch heute führt hier Norbert Schmitz Regie. In riesigen Kesseln dampft kochendes Wasser.

„Der Spargel muss rein!“, ruft er. Genau weiß er es nicht, aber seit „bestimmt 20 Jahren“, so seine Schätzung, sorgt er für ein Mittagessen mit vielen Spargelspezialitäten beim Effelder Spargelfest. Und die sind ganz klassisch. Für Spargelröllchen mit Mayonnaise auf Kochschinken als Hülle für Effelds weißes Gold, Spargelsuppe und Spargelsalat von Norbert Schmitz stehen die Besucher gerne Schlange.

Die Rezepte kennt der passionierte Hobbykoch, der eigentlich Polizeibeamter ist, von seiner Oma Katharina. Unterstützung hat er dabei „vom Fach“: Seine Tochter Andrea ist gelernte Köchin und war schon in großen Häusern und auf der MS Europa unterwegs. Jetzt studiert sie Hotelmanagement und hat von dort für den ehrenamtlichen Einsatz sogar ihre Studienfreundin Anina Strittmatter aus Freiburg mitgebracht. Darüber hinaus gibt‘s natürlich auch Spargel pur, auf Wunsch mit gekochtem Schinken, Spießbraten oder Lachs.

Mehr als 200 Kilo haben der Festkomitee-Chefkoch und sein Team dieses Mal köstlich vorbereitet und sind auch dieses Mal wieder am Mittag ausverkauft. Wer hier dabei sein will, muss ganz früh Hunger haben. Wer nicht gleich essen wollte, konnte schon ab 11 Uhr über den riesigen Markt bummeln, der sich auch in diesem Jahr wieder durch Effelds Straßen zog. Spargel gab‘s hier und da auch, vor allem aber alles, was ein Markt sonst so hergibt: von Messern und Bürsten bis hin zum Insektenschutz für Fenster und Türen. Dazwischen aber auch ein wenig Handwerkliches und Modisches für die ganze Familie. Der Platz vor dem Bürgerhaus war derweil schon gut gefüllt mit Besuchern, die sich dank des guten Wetters überwiegend mit dem Fahrrad ins Spargeldorf aufgemacht hatten.

Kölsche Tön hatte zum Frühschoppen zunächst das Duo Kölsch Bloot mitgebracht. In die Alpen mit viel Gaudi entführte Geri, der Klostertaler am Nachmittag seine Fans, mit Alphorn, Dudelsack oder Panflöte, mit den großen Ohrwürmern der Klostertaler und mit eigenen Hits. Er mischte sich ins Publikum oder nahm die Besucher gleich mit auf die Bühne. Das war Gaudi pur. Zwischendrin begeisterte die Effelder Showtanzgruppe Bumblebees das Publikum. Wieder richtig kölsche Party machten dann De Boore. Natürlich hatten sie auch ihren Hit „Rut sin de Ruse“ mitgebracht. Für den krönenden Abschluss beim Fest sorgte die heimische Band Glenrock. Mit Pop, Rock und auch dem ein oder anderen Schlager trotzten sie – wie auch das Publikum – dem Regen, der Effeld zwischendurch dann doch kurz erwischte.

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