Sparda-Musiknetzwerk zeichnet Projekt zur Nachwuchsförderung aus

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Die Jury mit Arnd Bolten, Antje Valentin, Annegret Schwiening-Scherl, Ruddi Sodemann, Prof. Karl Karst, Prof. Raimund Wippermann, Prof. em Dr. Wolf-Dietrich Bukow und Hermann-Josef Simonis (v.l.).

Heinsberg/Wassenberg. Der Musikverein „Eintracht“ Birgelen, die Jugendmusikschule Heinsberg, der Instrumentalverein Effeld und die Grundschulen in Birgelen und Wassenberg dürfen sich über eine Auszeichnung des Sparda-Musiknetzwerks freuen.

Bereits seit zwölf Jahren verfolgt das Sparda-Musiknetzwerk erfolgreich das Ziel, Projekte zu fördern, die der Zukunftsorientierung musikalischer Bildungsarbeit dienen und einen modellhaften Charakter haben. Einmal jährlich werden bis zu vier Projekte mit der Sparda-Musiknetzwerk-Auszeichnung prämiert. Bewerben konnten sich in diesem Jahr öffentliche Musikschulen, Chöre sowie Laienmusikensembles und -vereine.

Die Jury des Sparda-Musiknetzwerkes hat aus insgesamt 21 Bewerbungen vier Projekte für eine Auszeichnung ausgewählt. Sie stehen für ein beispielhaftes Engagement in den für dieses Jahr formulierten Themenfeldern „Willkommenskultur leben/Nachwuchs finden/ Demographischen Wandel gestalten/Kulturelles Erbe pflegen“.

Umfassende Kooperation

Die umfassende Kooperation von Musikschule, Musikvereinen und Grundschulen hat die Jury überzeugt: „Alle wirken gemeinsam für den musikalischen Nachwuchs in Wassenberg“, hieß es.

Begonnen hat die Zusammenarbeit bereits 2011 mit der Gründung eines Kooperationsteams. 2013 startete die erste Bläserklasse an der Grundschule Birgelen als Kooperationsprojekt mit beiden Musikvereinen und der Musikschule.

Die Orchesterproben finden am Vormittag in der Grundschule statt, der Kleingruppenunterricht im Rahmen der OGS. Die Grundschule Wassenberg kam 2014 mit einer Bläserklasse hinzu. Klug gedacht war auch der Übergang in die weiterführenden Schulen, der vom musikalischen Kooperationsteam gestaltet wird: Die „Music Kids“ wurden als Ensemble gegründet, um das gemeinsame Musizieren auch über den Schulwechsel hinweg zu ermöglichen. An der Betty-Reiss-Gesamtschule kommt als Pilotprojekt eine Bläserensemble-AG hinzu.

Und auch an weiteren Plänen mangelt es nicht in Wassenberg: die „Music Kids“ sollen ausgebaut werden, die ebenfalls etablierten Blockflöten-AGs an den Grundschulen werden ergänzt durch die Rhythmus-AG „Rhythm Kids“. Doch sogar an die älteren Semester wurde gedacht. Für Eltern und Großeltern entsteht das Konzept „Spätzünder“. Weitere Musikvereine sollen mit ins Team.

Die Jury im Sparda-Musiknetzwerk würdigt mit der Auszeichnung „das außergewöhnliche und beispielhafte gemeinsame Engagement von Musikschule, Musikvereinen und Allgemeinbildenden Schulen für den musikalischen Nachwuchs in Wassenberg“. Die Auszeichnungen sind mit einer finanziellen Anerkennung von jeweils 2500 Euro und einer feierlichen Präsentation am 1. Oktober in der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf verbunden.

„Wir haben schon einmal einen Preis von der Stiftung bekommen für die Kooperation mit der Rurtalschule und der Hauptschule Oberbruch“, sagt Jugendmusikschul-Leiter Theo Krings. „Ich bin davon überzeugt, dass durch solche Kooperationen alle gewinnen können. Diesmal ging es um die Vernetzung von Schulen und Vereinen. Diese Kooperation befindet sich jetzt im dritten Jahr, angefangen hat sie natürlich nicht in der jetzigen Komplexität.“ Dass sich diese so entwickelt habe, sei auch ein wesentlicher Verdienst von Marion Sanders vom Musikverein in Birgelen. „Für uns ist die Auszeichnung eine außergewöhnliche Ehre.“

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