Spannende Entwicklung der Sankt-Josef-Schützen seit 1900

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:

Gangelt-Hastenrath. Das erste Schützenfest im Dekanatsverband Gangelt-Selfkant steht bevor. Seit fast einem Jahr laufen die Vorbereitungen bei der St.-Josef-Bruderschaft für das Heimat- und Dekanatsschützenfest, das am Freitag, 23. Mai, mit einem Musikevent beginnt.

Die Top-Coverband „Booster“ spielt ab 21 Uhr im Festzelt an der Festhalle zur Eröffnung. Booster ist ein Markenzeichen, steht für Unterhaltung und hat seine eigene Fangemeinde. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei Lotto Schröder in Gangelt, im Restaurant Hastenrather Hof sowie Ludwig Kaprot, Eichenweg 13, Telefon 02454/1262.

Am Samstag, 24. Mai, folgt ab 19.30 Uhr der Heimatabend mit dem Großen Zapfenstreich als Höhepunkt unter musikalischer Gestaltung des Instrumentalvereins St. Josef aus Breberen-Schümm und des Trommler- und Pfeiferkorps aus Hastenrath. Im Laufe des Abends werden treue Schützenbruder für ihre Verdienste und Vereinstreue in diesem würdigen Rahmen ausgezeichnet. Viele ehemalige Hastenrather Einwohner dürften begrüßt werden, denn die Heimatabende bei den Dekanatsschützenfesten sind ganz besondere Events.

Blick in die Historie

Im Jahr 1900 hatte Christian Hensgens die Idee zur Gründung eines Junggesellenvereines in Form einer Schützenbruderschaft, und er wurde durch weitere junge Männer unterstützt. Bereits um die Jahrhundertwende wurde in den Orten Kirmes gefeiert, diese endeten schon mal mit Raufereien. Durch die Gründung eines Vereines wollte man so auch für Ruhe und Ordnung sorgen, was – nach Erzählungen – mehr oder weniger auch gelang.

Die Bevölkerung dankte dem Verein mit einer Dorfspende, die erste Fahne der Bruderschaft wurde davon angeschafft. Die Vorderseite ziert das Bild des Heiligen Josef, den die Gründer zum Schutzpatron gewählt hatten. Laut Satzung konnten damals nur unbescholtene und unverheiratete Jungmänner über 18 Jahre aufgenommen werden. 1921 wurde die Satzung erweitert, die Bruderschaft öffnete sich auch für verheiratete Männer.

Erstmals wurde das Königsvogelschießen ausgetragen. Dieser erste Wettkampf lockte die Massen an, es war ein Volksfest. Erster Schützenkönig der Bruderschaft wurde Franz Plum. Da der Kirchenvorstand Tanzabende nicht so gerne sah, luden die Schützenbruder bis ins Jahr 1930 an den Kirmestagen abends zum Theaterspielen ein.

Fahnengang versteigert

1927 wurde eine weitere Fahne angeschafft. Das Tragen der Fahne war schon damals eine große Ehre. Die St.-Josef-Schützenbruderschaft entwickelte die Idee einer Versteigerung. Erster Fahnenträger wurde Johann Schmitz, für 70 Reichsmark durfte er für ein Kirmesjahr die Fahne tragen. Im Ort brachte ihm das hohes Ansehen ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg schien das Brauchtum auszusterben. Zum Glück wurde jedoch eine Platte aus dem Königssilber gefunden, auch die beiden Vereinsfahnen blieben erhalten.

„Aus alter Wurzel neue Kraft“, unter diesem Wahlspruch der Schützen wurde das Erbe der Vorfahren mit neuem Geist belebt und angetreten. Das Schützenleben in Hastenrath kam zu neuer Blüte, die Ideale „Glaube, Sitte und Heimat“ bekamen große Bedeutung. Viele Feste feierte die St.-Josef-Schützenbruderschaft. Unvergessen das Kaiserfest 2009: Offizier Günter Zillgens errang die Würde des Kaisers und wurde als Zweiter der Bruderschaft mit solchem Titel gefeiert.

In diesem Jahr ist die Hastenrather Bruderschaft zum 7. Mal Gastgeber eines Heimat- und Dekanatsschützenfestes.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert