Erkelenz - Sorge um Schadstoffe: Kontrolle für Lärmschutzdamm gefordert

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Sorge um Schadstoffe: Kontrolle für Lärmschutzdamm gefordert

Von: Helmut Wichlatz
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Große Erdbewegungen: Der Bau des Immissionsschutzdamms zwischen Kaulhausen und Venrath am künftigen Tagebaurand hat Anfang Mai begonnen. Fotos (2): Stefan Klassen Foto: Stefan Klassen
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Was darf in den Immissionsschutzdamm gefüllt werden? Ein Hinweisschild mit Informationen an der Baustelle.

Erkelenz. Der Lärmschutzwall, der im Rahmen der bevorstehenden Tagebaumaßnahmen bei Kaulhausen und Venrath angelegt wird, bereitet einigen Erkelenzern Kopfzerbrechen. Sie befürchten, dass RWE Power in den Damm auch giftige Stoffe und Abfälle entsorgt. Dies habe bei einer ähnlichen Baumaßnahme bei Wanlo dazu geführt, dass die zuständige Bezirksregierung Arnsberg zwischenzeitlich einen Baustopp verhängt hatte.

Das Unternehmen habe die entsprechenden Stoffe wieder aus dem aufgeschütteten Erdreich holen müssen, erklärte die grüne Ratsfrau Gabi Clever im Braunkohleausschuss.

Das Unternehmen hat Anfang Mai mit den Arbeiten an dem Damm zwischen Kaulhausen und Venrath begonnen. Er soll sieben Meter hoch und 23 Meter breit und rund 1200 Meter lang werden.

Im Braunkohleausschuss brachten die Grünen einen Antrag ein, der verhindern soll, dass giftige oder gefährliche Stoffe und Abfälle in den Schutzwall eingearbeitet werden. Der Antrag der Grünen sah vor, dass Gemische aus Beton, Ziegeln und Fliesen ebenso wenig eingebracht werden dürfen wie Bitumengemische, Gleisschotter, brennbare Abfälle und Baustoffe auf Gipsbasis.

Darüber hinaus muss dokumentiert sein, was in den Wall verarbeitet wurde. Die Grünen verweisen darauf, dass das Unternehmen nach derzeitiger Praxis bei fünf Prozent der verwendeten Materialien nicht dokumentieren muss, was in den Damm eingefüllt wird. Dies führe auch für spätere Generationen zu unkalkulierbaren Risiken, argumentierten die Grünen. „Die Firma RWE kann dort alles entsorgen, was sie will“, erklärte Clever.

Ferdinand Kehren von der SPD sprach von einer „Selbstbeschränkung“, die sich die Stadt bei dem Thema auferlege. Er forderte die Schaffung einer effektiven Kontrolle.

Bei Bürgermeister Peter Jansen rannte er damit offene Türen ein. Die Stadt habe schon immer die „scheibchenweise gestückelte“ Bauplanung des Unternehmens kritisiert, die konkrete Rahmenbedingungen verhindere. Unter anderem deshalb haben sich die Tagebaurandkommunen zusammengeschlossen.

Vereinbart wurde schließlich, dass die Stadt von der Bezirksregierung Arnsberg regelmäßige Berichte zum Baufortschritt und den Inhaltsstoffen des Dammes fordert. Zur nächsten Sitzung des Ausschusses soll darüber hinaus ein Vertreter der zuständigen Arnsberger Bezirksregierung eingeladen werden.

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