So war es in der Selfkant-Kaserne: Treffen in alter Verbundenheit

Von: jwb
Letzte Aktualisierung:
10811263.jpg
Zum Wiedersehen in Karken (großes Bild), wo 1971 bei der Patenschaftsübernahme stramm marschiert wurde (kleines Bild), kamen 26 ehemalige Soldaten der ehemaligen Raketenartillerielehrbatterie. Foto/Repro: Johannes Bindels

Heinsberg-Karken. Auf Einladung des Karkeners Rolf Matzutt haben Offiziere und Unteroffiziere der ehemaligen Raketenartillerielehrbatterie der Selfkant-Kaserne Niederheid in Karken ein Wiedersehen gefeiert. Gemeinsam mit seinem Kameraden Bert Peters aus Braunsrath hatten die beiden Portepeeunteroffiziere zum zweiten Ehemaligentreffen eingeladen.

Höhepunkt des Treffens war die Vorführung eines selbst digitalisierten Films aus Bild- und Super 8-Filmmaterialien über die Aktivitäten der Raketenartillerielehrbatterie aus der Zeit des Kalten Krieges.

„Als Bert Peters mit mir vor vier Jahren die Idee zur Organisation eines Wiedersehens hatte, haben wir uns ein Jahr später nach intensiven Recherchen wiedergetroffen“, beschreibt Rolf Matzutt den Beginn. 30 Ehemalige fanden dann den Weg nach Gangelt ins Haus Hamacher. Mit dem jetzigen Treffen drei Jahre später seien dann weitere 15 ehemalige Offiziere und Unteroffiziere erfasst worden. Von nun 75 Ehemaligen hatten 26 den Weg nach Karken gefunden, darunter auch drei ehemalige Batteriechefs. Auch wenn der größte Teil der angereisten Kameraden aus dem näheren Umkreis wie Aachen, Geilenkirchen und Heinsberg kommt, so hatten doch Teilnehmer aus Bayern und Brandenburg auch eine längere Reise in Kauf genommen.

Besonderer Grund

„Im Jahr 1969 wurde die damalige Raketenschule des Heeres vom Lager Donnerberg in Eschweiler in die neu errichtete Selfkant-Kaserne nach Niederheid verlegt, mit ihr auch die 3. Batterie des Raketenartillerielehrbataillons 1“, erläutert Matzutt den Beginn im Kreis Heinsberg. Später sei diese Batterie in Raketenartillerielehrbatterie (Sergeant) umbenannt und dem Raketenartillerielehrbataillon 72 unterstellt worden. Auch die Raketenschule des Heeres wurde in dieser Zeit umbenannt. Ab 1973 hieß sie „Raketenschule der Artillerie“.

Die Auflösung der Raketenschule erfolgte 1981. „Grund für die Auflösung der Raketenschule in Geilenkirchen war wohl auch die Aufstellung des EA-3-Verbandes (AWACS) in Geilenkirchen-Teveren, denn es machte die Verlegung des bis dahin dort stationierten Flugkörpergeschwaders 2 in die Selfkant-Kaserne erforderlich“, lässt Matzutt den Wechsel Revue passieren. Nur die eigene Batterie war weiterhin Lehrtruppe geblieben und nach Idar-Oberstein verlegt worden.

„Dass wir uns in Karken treffen, hat seinen besonderen Grund“, erläutert Matzutt: Nachdem bereits die anderen vier Batterien des Bataillons eine Patenschaft mit umliegenden Gemeinden der Selfkant-Kaserne eingegangen seien, hatte auch seine Batterie im Jahre 1971 die Patenschaft mit der damals noch selbstständigen Gemeinde Karken übernommen. Sie endete mit der Verlegung der Batterie im Jahre 1981 nach Idar-Oberstein.

„Ich selbst habe der Batterie elf Jahre lang angehört“, ergänzt der Karkener. Bilder im selbst erstellten Film belegen diese Verbundenheit.

Ein weiteres Treffen ist jetzt schon angedacht – und wird wohl auch dann Stoff für Berichte aus der alten Zeit und dem wechselvollen Leben der Soldaten ermöglichen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert