So klingen Instrumente tierisch: Wie Kinder Klassik lieben lernen

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Wie klingt der Hahn? 180 Kinder der Grundschule „Am Beeckbach“ lauschten fasziniert den Worten des Musikpädagogen Marco Simsa.

Wegberg. „Was liegst denn Du hier so faul rum, Du alter Bartputzer?“, fragte der Esel die Katze. Mit ähnlichen Sprüchen holte er auch den Hund und den Hahn in sein Orchester, um mit ihnen gen Bremen zu ziehen.

Der Kulturförderkreis Opus 512 e.V. hatte den Wiener Pädagogen und Musiker eingeladen, um den Kindern der Grundschule „Am Beeckbach“ und der „Erich-Kästner“-Grundschule einerseits die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten und andererseits verschiedene Musikinstrumente näher zu bringen.

180 Kinder in Beeck und 400 in Wegberg folgten gespannt und aufmerksam den Darstellungen von Marco Simsa. Vor allem wusste er, die Kinder in seinen Vortrag mit einzubeziehen. Auf einer Großleinwand, unterlegt mit viel Musik, stellte Simsa zunächst die Musikinstrumente vor, die Klarinette, das Saxofon, die Oboe, das Cello, das Schlagzeug, die Flöte und das Akkordeon.

Und dann begann die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten. Der alte Esel, der nicht mehr arbeitstauglich war, der Hund, der vom Hof gejagt, die Katze, die ersäuft, und der Hahn, der in den Suppentopf sollte. Alle vier Tiere wurden ebenso wie deren Instrumente, von den Kindern lauthals mit imitiert. Da sie Bremen nicht an einem Tag erreichen konnten, mussten die Vier in einem großen Wald übernachten.

Esel und Hund lagen unter einem großen Baum, während Katze und Hahn in dessen Spitze saßen. Und nach nur einmal vorsingen durch Marco Simsa stimmten die Kinder in das Nachtlied ein: „Gute Nacht, gute Nacht, oben im Baum vom Hahn bewacht.“

Und dann entdeckte der Hahn in der Ferne ein Licht, das zu einem Haus gehören musste. Also schlichen die Vier hin und entdeckten eine Räuberschar, die um einen voll gedeckten Tisch saß. Zwischen dem Essen sangen die Räuber ihr Räuberlied. Auch dies sangen die Kinder gemeinsam mit Marco Simsa: „Wir raufen bei Tag und wir saufen bei Nacht und fressen auf, was der Tag uns gebracht. Und will uns wer stören, dem hau’n wir eins drauf. Mit uns nimmt’s der dümmste Esel nur auf“. Und mit lautem Gebrüll sprangen sie durchs Fenster in die Stube. Die Räuber wussten nicht wie ihnen geschah und flohen.

Die Stadtmusikanten fühlten sich in dem Haus wohl, richteten sich gemütlich dort ein und erreichten Bremen nie. Mit einem vielstimmigen „Dankeschön“ wurden Marco Simsa und die Vertreter von Opus 512 verabschiedet. Schulleiterin Neumann meinte: „Das Räuberlied wird ganz bestimmt der neue Hit an unserer Schule.“

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