„Slow down“ auf der Discostrecke

Von: Norbert F. Schuldei
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Die Kreisstraße 22, der sogenannte Kaphofweg, zwischen Hilfarth und Ratheim wird momentan umgebaut und „entschärft“. Auf der „Discostrecke“ war es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Hilfarth. Der als „Discostrecke“ berüchtigte Kaphofweg, die Kreisstraße 22 zwischen Hilfarth und dem Kreisverkehr an der L 227, der auf der einen Seite nach Ratheim, auf der anderen nach Dremmen führt, wird derzeit mit einem Millionenaufwand entschärft.

„Wir mussten reagieren, denn die Straße war als Unfallhäufungspunkt ausgemacht“, sagt Günter Biller. Er ist beim Kreis Heinsberg im Amt für Umwelt- und Verkehrsplanung für die Kreisstraßen zuständig. Als erster Schritt wurde 2011 der Kreisverkehr an der bis dahin unfallträchtigen Einmündung der K 22 auf die L 227 fertiggestellt. Damit ist der neuralgische Kreuzungspunkt als Zugang zur K 22 in Richtung Hilfarth und damit auch in Richtung Himmerich zur Großdiskothek Haus Waldesruh entschärft.

Immer wieder hat es auf der elf Meter breiten Fahrbahn mit einem zwei Meter breiten Mehrzweckstreifen in der Vergangenheit gekracht – oft waren es schwere Verkehrsunfälle, auch solche mit tödlichem Ausgang. Die Unfallstatistik der Kreispolizeibehörde verzeichnete Unfälle sowohl auf freier Strecke als auch an den Einmündungen zu den Nebenstrecken.

Im Zuge der wahrscheinlich bis Ende Juni andauernden Bauarbeiten wird die Breite pro Fahrbahn auf dreieinhalb Meter reduziert. Ein anderthalb Meter breiter Grünstreifen auf der von Hilfarth aus gesehen linken Seite der Straße trennt einen zweieinhalb Meter breiten, kombinierten Rad-/ Gehweg von den beiden Fahrspuren. Bislang gab es einen solchen Weg entlang des Kaphofweges nicht.

Landschaftlich reizvoll

Mit der Anlage dieses Weges erhofft man sich eine höhere Verkehrssicherheit für Radfahrer wie für Fußgänger. Der Weg rechts und links der Rurauen ist landschaftlich reizvoll und wird gerne für Ausflüge genutzt.

Mit dem Umbau wird auch der Belag der Fahrbahn, der bisher sehr zu wünschen übrig ließ und zum Gefährdungspotenzial beitrug, verändert: Die Deck- und Binderschicht soll abgefräst werden; sie wird durch einen neuen Belag ersetzt.

Im Bereich der Ein- und Ausfahrt zum Kieswerk in Höhe des Kaphofes – in dem übrigens Spies von Büllesheim selbst mit seiner Familie gewohnt hat, als Haus Hall an die Bundeswehr vermietet war – wird ein kleiner Kreisverkehr entstehen. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr einspurig geführt und über Ampeln geregelt. Für den Um- und Ausbau der Kreisstraße 22 sind 1,5 Millionen Euro eingeplant. Das Projekt wird zu 65 Prozent mit Mitteln des Straßenbauförderungsprogrammes des Landes finanziert, 35 Prozent trägt der Kreis Heinsberg.

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