Sky du Monts Liebeserklärung an eine Chaosfamilie

Von: red
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Sky du Mont: Seine Liebeserklärung an die Chaosfamilie verspricht jede Menge Spaß.

Heinsberg. Seit über vier Jahrzehnten zählt Sky du Mont zu den wenigen deutschen Stars, die auch international in Film und Fernsehen erfolgreich sind. So stand er beispielsweise neben Tom Cruise und Nicole Kidman in Stanley Kubrik’s Meisterwerk Eyes Wide Shut vor der Kamera und spielte jahrelang eine Hauptrolle in General Hospital, einer der populärsten amerikanischen Fernsehserien aller Zeiten.

Am Freitag, 15. März, präsentiert der dreifache Vater in der Buchhandlung Gollenstede an der Heinsberger Hochstraße seine Liebeserklärung an eine Chaosfamilie, „Full House“. Beginn ist 20 Uhr. Karten gibt es in den Ticket-Shops des Aachener Zeitungsverlages und in allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Sein privates Glück fand der in Argentinien geborene und mit zahlreichen Medienpreisen (u.a. Bambi, Deutscher Comedypreis) ausgezeichnete Schauspieler erst relativ spät im Leben. Heute ist er selbst glücklich verheirateter Familienvater, doch ist Full House keineswegs eine Autobiografie, wohl aber eine gekonnt konstruierte und meisterhaft präsentierte „Fallstudie“, bei deren Erstellen der Autor unter anderem aus der Fülle seiner vielen persönlichen Erfahrungen schöpfte, vornehmlich aber aus seiner berufsbedingt geschulten und brillanten Beobachtungsgabe.

Mit liebevoll satirischem Biss und bewundernswerter Aufrichtigkeit, gewährt er dem Leser Einblick in die geheimen Leiden und Freuden eines Mannes, der sich nicht nur als Erzeuger und Ernährer seiner Kinder versteht, sondern ihnen mit Leib und Seele ein Vater sein will.

Es war einmal ... so beginnen alle Märchen, und so beginnt auch die Geschichte von Benjamin und Beate in diesem Buch. Als sie einander begegnen, ist es die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Rasch ziehen sie zusammen, heiraten, das erste Kind sagt sich an, kurz darauf das zweite. Damit ist das Glück der Richters vollkommen... naja... vollkommen anders als sie es sich vorgestellt hatten, ist es allemal. Kleine Kinder schlafen sich groß? Warum sind sie dann immer wach, vornehmlich zu Zeiten, wenn sie eigentlich schlafen sollten? Kleine Kinder, kleine Sorgen? Warum durchwacht man dann so viele Nächte in Krankenhauswartezimmern? Und was ist aus den Wonnen des Ehelebens geworden?

Benjamin muss feststellen, dass das wesentlich leichter gesagt als getan ist. Denn Kinder sind kleine Menschen mit großen Ansprüchen, noch größeren Erwartungen, und einer riesigen, bislang fremden Welt im Schlepp. Das ist die Welt der Oma-Opa-Überraschungsbesuche, der Sandkastenmütter und der Kindergarten-Elternbeirats-Versammlungen. Die Welt der Kindergeburtstage, der überlangen Weihnachtsaufführungen und der Frühjahr-, Sommer- und Herbstfeste, für die immer wieder neu gebastelt werden muss, ob es Papa nun gefällt oder nicht.

Ist man nicht gerade vom Scheitel bis zur Sohle mit Uhu verklebt, sind da die Haustiere. Die zwar den lieben Kleinen gehören, um die der Vater sich aber kümmern muss. Eine Katastrophe jagt die nächste, das Chaos regiert den Alltag, und so geht das eigene Leben dahin, während man sich zuerst das Hirn zermartert, wo das Licht denn nun wirklich hingeht, wenn man es ausschaltet, um Jahre später schlaflose Nächte zu verbringen, weil man den Sprösslingen bei Hausaufgaben zu Themen wie Photosynthese und Trigonometrie helfen soll und nicht als kompletter Trottel dastehen will.

Mit hintergründig-feinem Humor und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, behandelt Sky du Mont in Full House ein Thema, dem leider viel zu wenig Beachtung geschenkt wird: Dass der Traum von der Familie mit der Realität, wirklich eine Familie zu haben, nur sehr, sehr wenig gemein hat. Und dass es trotzdem – vielleicht aber sogar gerade deshalb – all die Mühen und Entsagungen wert ist, weil nichts auf dieser Welt großartiger und erfüllender ist als die eigene Familie.

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