Skandal-Fleisch: 171 Tonnen im Kreis verarbeitet

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Kreis Heinsberg. Die Ermittlungen, die der Kreis Heinsberg bereits in der letzten Woche in Sachen Pferdefleisch-Skandal aufgenommen hatte, führten nun zu einem konkreten Ergebnis, wie Kreispressesprecher Ulrich Hollwitz auf Anfrage bestätigte.

Der Behörde war durch das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium mitgeteilt worden, dass unter den 38 Firmen, die in NRW von einem niederländischen Großhändler mit nicht deklariertem Fleisch beliefert worden waren, eine ihren Sitz im Kreis Heinsberg habe. Bislang war das Unternehmen, das über eine 50-jährige Erfahrung in der Nahrungsmittelindustrie verfügt, bei der Lebensmittelüberwachung allerdings noch nie negativ aufgefallen.

Insgesamt, so erklärte Hollwitz, seien 171 Tonnen Fleisch in 17 Lieferungen aus den Niederlanden Richtung Kreis Heinsberg gebracht worden. Der letzte Transport erfolgte im November letzten Jahres. Das hatte eine intensive Durchsicht der Unterlagen ergeben.

Nach der Weiterverarbeitung sei das Fleisch zu einem Teil an einen norddeutschen Fertiggerichte-Hersteller gegangen. Und obwohl hier theoretisch noch einige Produkte in Umlauf sein könnten, weil ihr Mindesthaltbarkeitsdatum auf den 2. September 2013 terminiert war, gehen die Ermittler davon aus, dass die Produkte schon bei den ersten Rückrufaktionen vor Wochen vom Markt genommen wurden.

Die zweite Charge fand ihren Weg in Form von Burgerfrikadellen zu einem dänischen Unternehmen. Hier endet das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem heutigen Tag. „Wir gehen davon aus, dass nichts mehr davon auf dem Markt ist“, sagt Hollwitz. Das Ministerium sei bereits über die Ergebnisse der Untersuchungen informiert worden.

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