Wegberg-Wildenrath - Siemens hat doppelten Grund zur Freude

Siemens hat doppelten Grund zur Freude

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Rollout in der neuen Zugbildungshalle: In dem Neubau auf dem Gelände des Siemens-Bahnprüfcenters in Wegberg-Wildenrath wurden am Donnerstag die ersten drei von insgesamt 1140 Wagen vom Typ Desiro City für die Thameslink-Strecke in Großbritannien präsentiert. Fotos (3): Koenigs Foto: Koenigs
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Mit drei Scheren eröffnet: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (Mitte), Dr.Jochen Eickholt (r.), Chef von Siemens Mobility, und Johannes Emmelheinz (l.), Chef von Siemens Mobililty Services, vor der neuen Halle.
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Mit dem Sohnemann im Führerstand: Wegbergs Bürgermeister Michael Stock erkundete gemeinsam mit seinem Sohn Florian die neuen Desiro-City-Regionalzugwagen für Großbritannien.

Wegberg-Wildenrath. „Unsere Züge genießen in aller Welt einen hervorragenden Ruf. Sie gelten als besonders zuverlässig und innovativ.“ Dies verkündete Dr. Jochen Eickholt, der Chef von Siemens Mobility, am Donnerstag voller Stolz und führte diesen Erfolg maßgeblich auch auf die exzellente Arbeit sowohl in der Fertigungsstätte in Krefeld-Uerdingen als auch im Prüfcenter in Wegberg-Wildenrath zurück.

Demnach sei auch der weitere konsequente, bedarfsgerechte Ausbau dieses Standortes im Kreis Heinsberg der richtige Weg. Es handele sich um eine permanent wachsende Einheit. „Das ist eine weltweit einzigartige Anlage“, so Eickholt, die nun noch vielseitiger und noch leistungsfähiger werde. Denn am Donnerstag wurde feierlich die neu gebaute dritte Zugbildungshalle eingeweiht. Auf rund 30 Millionen Euro beläuft sich das Investment von Siemens für diese Erweiterung. Eickholt sprach von einer guten Nachricht für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in der Region, von einer Investition in die Zukunft des Bahnlandes Nordrhein-Westfalen, die sich gelohnt habe.

Doch nicht nur die Eröffnungszeremonie mit NRW-Verkehrsminister Michael Groschek war an diesem Tag ein Grund zur Freude: Bei einem Rollout wurden in der neuen Halle auch die ersten drei von insgesamt 1140 Wagen präsentiert, die Siemens derzeit für Großbritannien baut. Die Regionalzüge vom Typ Desiro City werden ab 2016 auf der neuen Thameslink-Bahn­strecke im Großraum London und im Süden Englands eingesetzt.

Den 1997 eröffneten Siemens-Standort auf dem ehemaligen Royal-Air-Force-Flugplatz in Wildenrath (mit aktuell rund 220 Arbeitsplätzen) bewertete Minister Groschek als gelungenes Beispiel für Konversion, die Umwandlung ehemals militärischer Flächen für zivile Zwecke – nach der Devise „Schwerter zu ­Zügen“. Diese dritte Halle sei ein gutes Symbol, das zeige: „Der Standort hat auch Zukunft.“ Die neue Halle verglich er mit einem „Trauzimmer“, schließlich würden die Züge in Wildenrath alltagstauglich gemacht und quasi mit einem „Ehering“ in den Alltag geschickt.

Rund 75 Prozent aller Siemens-Züge durchlaufen das Prüfcenter in Wildenrath. 100 Prozent – das ist nach Angaben von Johannes Emmelheinz, Chef von Siemens Mobility Services, die Zielquote von Siemens, was die Verfügbarkeit von Zügen – die sogenannte Railability – im Einsatz bei den Kunden angehe. Dazu trage ­Wildenrath entscheidend bei.

Und nach dem Vorbild dieses Prüfcenters sei auch ein „Ableger“ in München-Allach aufgebaut worden. Der Ausbau und die Investition in Wildenrath seien eine logische Konsequenz der extrem hohen Auslastung, drücke die Bindung gegenüber den Mitarbeitern und allen an den Projekten Beteiligten aus und sei ein Beleg für die Zufriedenheit der Kunden aufgrund der hochwertigen und zuverlässigen Arbeit.

Die geladenen Gäste hatten bei der Feier auch die Gelegenheit, den Desiro City hautnah zu erkunden. Das machte unter anderen auch dem Wegberger Bürgermeister Michael Stock und seinem Sohn Florian Spaß, als sie im Führerstand Platz nehmen durften. Spaß hatte aber auch Minister Michael Groschek, der einen für den Einsatz in Belgien bestimmten Desiro ML RER Brüssel höchstpersönlich über den großen Testring steuern durfte. (disch) Wirtschaft

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