Sie haben den Blues und singen auch über die Kohle

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Noch ein Geheimtipp: die Black Bourbon Bluesband (Jochen Jansen, Peter Grasser, Wolfgang Schmitz, Hilde Schüller und Ralf Vornholt (v.l.n.r.)).

Hückelhoven. Die Black Bourbon Bluesband spielt am heutigen Freitag in der Gaststätte Markt 17 in Hückelhoven. Zwischen Aachen und Köln seien sie längst ein Begriff, doch in der Heimatregion ihres Sängers und Frontmannes Jochen Jansen immer noch ein Geheimtipp, sagen die Musiker.

Der mittlerweile in Dremmen lebende Musiker Jansen spielte mit seiner Band in den vergangenen Jahren auf vielen Veranstaltung zwischen Aachen, Düren und Köln, und er gehört mit seinem aus Aachen stammenden Leadgitarristen „The Dutchie“ (Ralf Vornholt) zu den festen Größen des Blues in der Region.

Daheim konnte man sie dagegen fast nur im Geheimen erleben, wie etwa auf den privaten Wohltätigkeitsveranstaltungen eines Oberbrucher Bäckermeisters. Dort wurde auch die Idee geboren, ein Benefizkonzert für die Opfer des Taifuns „Hayan“ zu spielen, der 2013 die Philippinen verwüstete. Dieses Konzert, bei dem sie im Selfkanter Dom gut 1600 Euro für die Opfer der Naturkatastrophe einspielten, war tatsächlich der bisher einzige öffentliche Auftritt der Band im Kreis Heinsberg.

Jetzt geben sie am 28. August ein Konzert in Hückelhoven. „Hückelhoven als Zechenstadt ist etwas Besonderes für uns“, sagt Jansen, „denn die Biografien der Musiker unserer Band sind alle mit dem Thema Kohle verknüpft!“

Wurzeln im Wurmrevier

So stammen die Musiker mit Ausnahme von Drummer Wolfgang Schmitz alle aus dem ehemaligen Wurmrevier, und bei allen gibt es irgendwo in der Familie Bergmänner und Bergmannstradition. Und selbst Drummer Schmitz ist von der Kohle beeinflusst, kommt er doch aus Holzweiler, wo die Braunkohlenbagger unmittelbar vor dem Ort stehen. „Da war es fast zwangsläufig, dass wir das Thema irgendwo in einem Song verarbeiten müssen, und so entstand dann Coalminer‘s Blues“, erzählt der Musiker.

Doch nicht nur eigene Stücke stehen in Hückelhoven auf dem Programm, erklärt Ralf Vornholt, der Leadgitarrist und musikalische Kopf der Gruppe: „Wer als Fan des Genres zu einem Blues-Konzert geht, der erwartet auch Genreklassiker. Und für die Noch-nicht-Fans ist es gerade wichtig, sie mit Standards und Klassikern in das Genre einzuführen. Die Mischung macht‘s!“.

Dennoch solle man keine bloßen Cover-Songs erwarten, ergänzt Jansen: „Ein typisches Merkmal des Blues ist, dass man sich die Stücke zu eigen macht. Das lernt man auf den Jam-Sessions, wo man mit höchst unterschiedlichen Musikern zusammen aus Altbekanntem immer wieder etwas Neues schafft.“ So wird auch gerne einmal zur Querflöte gegriffen.

Und ganz im Sinne des Blues-Networking hat sich für diesen Abend in Hückelhoven Jürgen Dick von der Band more angesagt.

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