Senioren-Union tritt für Fachausschüsse ein

Von: jwb
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Bei der Kreisversammlung der Senioren-Union: Norbert Reyans, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, referierte zum Thema „Demografischer Wandel“. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Die Senioren-Union im CDU-Kreisverband Heinsberg geht in die Offensive. Bei der Kreisversammlung im Orsbecker Hotel Zur Post haben die Mitglieder einen Antrag zur Einrichtung von Seniorenfachausschüssen beraten und beschlossen. Zuvor referierte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Norbert Reyans, zum Themenbereich „Demografische Entwicklung im Kreis Heinsberg bis 2030“.

Der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Hans-Josef Heuter, eröffnete die Versammlung, bei der von Anfang an Spannung und ein großes Interesse an der angekündigten Thematik zu spüren waren. Norbert Reyans führte mit seinem Vortrag anschaulich in den Themenbereich „Demografische Entwicklung“ ein und benannte die damit verbundenen Handlungsfelder für eine kommunale Politik.

Die Entwicklung der Bevölkerungspyramide bis 2030 mit dem größten Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung gelte auch für den Kreis Heinsberg und bedeute in der Folge die deutlichste Veränderung im demografischen Prozess. Dass die Bevölkerung schrumpfe, sei eine Tatsache, wenn auch für den Kreis Heinsberg die Prognose lediglich einen Rückgang von 1,1 Prozent  bis 2030 ­voraussage. Der Wandel mache sich nicht nur am Geburtenrückgang und an der sinkenden Bevölkerungszahl fest, sondern steigende Lebenserwartungen, mehr und kleinere Privathaushalte und multiethnische Faktoren seien ebenso wirksam.

In den Kommunen finde der Wandel seinen Niederschlag unter anderem in Handlungsfeldern wie Arbeit und Wirtschaft, Mobilität und Verkehr, Bildung, Integration, Inklusion, Wohnen und Quartiersentwicklung. Mit der Einteilung des Kreisgebietes in 20 Sozialräume und der vertiefenden Einteilung der Sozialräume in insgesamt 65 Quartiere  hätten sich Verwaltung und Politik ein Instrument im Kreis geschaffen, um Planungsprozesse und politische Entscheidungen auf eine solide Datenbasis zu stellen.

Zusammenleben von Jung und Alt

„Für die CDU-Politik bedeutet demografischer Wandel, die Gestaltung des Zusammenlebens von Jung und Alt zu begleiten“, formulierte Reyans als Motto. Zentrale Herausforderungen seien einerseits frühkindliche Betreuungsangebote wie U3-Kinderbetreuung und die Weiterentwicklung des Schulsystems, auf der anderen Seite Pflege und Betreuung von Senioren und die dazugehörenden Infrastrukturentwicklungen.
Seit 2008 sei der Ausbau der Kindertagesstätten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von circa 8,5 Millionen Euro vorangetrieben worden. Mit einem Kreistagsbeschluss vom März entfalle ein Betrag in Höhe von 2,5 Millionen Euro auf den Förderbereich von Einrichtungen der frühkindlichen Infrastruktur, benannte Reyans Zahlen für dieses Handlungsfeld.

Mit der Einführung von ­Multi-Bus und Erka-Bus werde die Mobilität auch für ältere Menschen gefördert, so der Fraktionsvorsitzende weiter. „Gerade die Mitglieder der Senioren-Union gehören zu der Generation, die mit großem Wissen und Erfahrungen sich an der Gestaltung der Gesellschaft weiter beteiligen muss“, leitete Hans-Josef Heuter die Diskussion um den Antrag ein, zukünftig in den kommunalen Vertretungen einen eigenen Seniorenausschuss einzurichten.

Es reiche nicht mehr aus, in Beiräten als Senioren nur Empfehlungen auszusprechen, sondern es müssten durch Beschlussfähigkeit die Bedürfnisse und der Gestaltungswille der Senioren  zum Tragen kommen, lautete der Tenor des Antrages. Nach sachlicher Diskussion und Abwägung auch von Gegenstimmen beschloss die Kreisversammlung der Senioren-Union mit großer Mehrheit den Antrag, Seniorenausschüsse in den kommunalen Vertretungskörperschaften einzurichten.
Der Beschluss wird zur weiteren Beratung in die Gremien der Kreis-CDU verwiesen – mit der Aufforderung sich diesen zu eigen zu machen und für die Umsetzung in den Vertretungskörperschaften der Kommunen und des Kreises zu sorgen.

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