Selfkant - Selfkanttheater: Theater spielen über die Grenze hinweg

Selfkanttheater: Theater spielen über die Grenze hinweg

Von: agsb
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Bei den Proben bereits ein eingespieltes Team: Die Mitglieder des Selfkanttheaters und der Toneel Vereniging Wead Kiekes aus dem niederländischen Landgraaf freuen sich auf einen gemeinsamen Auftritt am Pfingstmontag. Foto: agsb

Selfkant. Anlässlich ihres Jubiläums veranstaltet die Stiftung der Kreissparkasse Heinsberg ab dem 20. Juni eine Woche der Völkerverständigung. Dazu finden im gesamten Kreis Heinsberg Veranstaltungen zum Thema Völkerverständigung statt.

Als die Anfrage der Kreissparkasse Heinsberg das Langbröker Selfkanttheater für eine grenzüberschreitende Theatervorstellung erreichte, war die Begeisterung sofort groß. Mit dem befreundeten niederländischen Theaterverein Toneel Vereniging Wead Kiekes aus Landgraaf fand das Selfkanttheater gleich einen Partner.

Eine länderübergreifende Theaterproduktion ist für beide Vereine Neuland, denn neben den kulturellen Unterschieden treffen auch zwei völlig verschiedene Arten der Theaterarbeit aufeinander: auf der einen Seite die professionelle Arbeit mit einem Regisseur (Kiekes Wead) und auf der anderen Seite freies und auf gegenseitige Kritik ausgelegtes Proben (Selfkanttheater). Beide Systeme funktionieren bei den jeweiligen Gruppen sehr gut – die jeweiligen Besucherzahlen sprechen ihre Sprache.

Jeder spricht seinen Dialekt

Im Bürgertreff Langbroich wird am 25. Juni um 19.30 Uhr das Theaterstück „Alles anee jeni-et“ aufgeführt, jeder spielt in seinem heimischen Dialekt. Aufgrund der Grenznähe sind die Dialekte sehr gut zu verstehen. Das Stück „Alles anee jenie-et” (Alles aneinander genäht) handelt von dem verarmten Schneidergesellen Tü-ene Tü-en (gespielt von Stefan Keulen) und seiner Frau Tü-ene Niss (Anja Wagner). Bis auf ein kleines Baugrundstück im Ort, welches nicht verkauft werden darf, haben die beiden nichts und kommen mehr schlecht als recht über die Runden. Da kommt es Niss gerade recht, dass sie ein Grundstück erben soll, aber dieses Erbe ist an folgende Bedingung geknüpft: Niss muss glücklich verheiratet sein und in guten Verhältnissen leben. Zur Kontrolle schickt der Notar aus Landgraaf Frau Dorothea von Lichtenstein (Joke Hebert) zu einem Kontrollbesuch nach Langbroich.

Auf die Schnelle werden Niss Freundin Fien (Jacqueline Dieters) als Hausmädchen und Tü-ens Freund Kaalbätsere Kon (Arndt Horrichs) als Diener engagiert. Dorftratsche Moele Greet (Anita van Haaften) steuert natürlich auch ihren ganz speziellen Teil zum Gelingen bei. Zunächst scheint der Plan aufzugehen, aber dann sorgt die Ankunft von Tü-ens Mutter Seef (Maria Horrichs) sowie die Ankunft von Sieglinde von Lichtenstein (Jolanda Jansen, Schwägerin von Dorothea) mächtig für Verwirrung. Welches Spiel der Bürgermeister Laumes Pit (Helmut Schürkens) treibt und wie Poste Fränz (Sven Gossen) helfen kann, das erfährt man wohl nur in der ersten gemeinsamen Produktion der Landgraafer Theatergruppe Kiekes Wead und des Langbröker Selfkanttheaters am Montag, 25. Juni, Beginn 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr).

Der Eintritt kostet 8 Euro. Am Montag, 18. Mai, beginnt ab 9 Uhr der Kartenvorverkauf für die Sonderveranstaltung unter Telefon 02454/6263. Die Karten können innerhalb von fünf Tagen im Reisebüro Palmen (Langbroich) oder in der Provinzial Geschäftsstelle Horrichs (Heinsberg) abgeholt werden. Die Anzahl der Karten begrenzt, deshalb bittet das Selfkanttheater um Verständnis, dass die Karten nur auf diese Weise bezogen werden können.

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