Selfkant - Selfkänter Wirtschaftswege sind in desolatem Zustand

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Selfkänter Wirtschaftswege sind in desolatem Zustand

Von: agsb
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So sieht es derzeit auf vielen Wirtschaftswegen in der Gemeinde Selfkant aus. Foto: agsb

Selfkant. Zur Ortsbesichtigung trafen sich die Mitglieder des Verkehr-, Bau- und Umweltausschusses, es galt fünf Wirtschaftswege zu begutachten. Ein Grund für den Außentermin war unter anderem, dass Bürger um Hilfe gebeten hatten.

Am unteren Schouner Berg in Hillensberg wurde festgestellt, dass hier zwar Handlungsbedarf besteht, wenngleich kein zwingender. Die zweite begutachtete Stelle, der Wirtschaftsweg „An der Tränke“ in Verlängerung Richtung Wehr nach Hillensberg, präsentierte sich schon in deutlich schlechterem Zustand. Auf diesem Wirtschaftsweg hat sich eine Seenlandschaft gebildet, eine Durchfahrt besonders für Radfahrer hier ist fast lebensgefährlich, denn es ist nicht ersichtlich, wie tief die Schlaglöcher sind. Auch beim Wirtschaftsweg parallel zur Birder Straße sahen die Ausschussmitglieder dringenden Handlungsbedarf. Sie konnten sich selbst ein Bild machen, denn ein zufällig vorbeikommender Spaziergänger mit Vierbeiner hatte alle Mühe, den Weg unfallfrei zu begehen. „Diese Wege gerade in Ortsnähe werden von Spaziergängen sehr viel benutzt“ sahen auch hier die Ausschussmitglieder Bedarf. Wie auch am Wirtschaftsweg entlang der K1 in der Nähe Kreisverkehr Tüddern. Hier wurde von einer Durchfahrt bei der anbrechenden Dunkelheit dringend abgeraten.

In der Aussprache zur Sanierung der Wirtschaftswege entbrannte eine lebhafte Diskussionsrunde. Die SPD-Fraktion sperrte sich generell nicht grundsächlich gegen die Sanierung, sah aber aufgrund der derzeitigen Jahreszeit und der Haushaltslage wichtigere Aufgaben in der Gemeinde.

Die geschätzten Gesamtkosten für die Sanierungen der fünf Wirtschaftswege belaufen sich auf rund 110 000 Euro. Ähnlich bewerteten die Liberalen mit Karl Busch an der Spitze die Situation. Mario Grüters (Pro Selfkant) verstand die Welt nicht mehr, denn vor Monaten sei eine Prioritätenliste zur Sanierung der Wirtschaftswege verabschiedet worden, in der die jetzigen Sanierungsvorschläge nicht berücksichtigt seien. „Wir konnten uns überzeugen, dass die Wege wirklich im desolaten Zustand sind“ sagte Grüter, räumte aber dennoch der erarbeiteten Prioritätenliste Vorrang ein.

Hans-Hubert Ruers (CDU) schrieb den Zustand der besichtigten Wirtschaftswege als „schlimmer als erwartet“, seine Fraktion sah dringenden Handlungsbedarf. Am, Ende wurde die Angelegenheit in den Rat vertagt, hier dürfte demnächst weiter diskutiert werden – zumal auch im Ausschuss die Frage gestellt wurde: „Warum werden die Verursacher nicht zur Kasse gebeten, denn es sind die Großfahrzeuge der Landwirtschaft, die die Wirtschaftswege beschädigten und für den jetzigen schlimmen Zustand verantwortlich sind.“

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