Selbstgebasteltes Krippenspiel: Schaf und Kalb heimliche Stars

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Auf dem „Chreskenkesmaat“ im Hilfarther Korbmachermuseum konnten die Besucher nach Weihnachtsgeschenken stöbern. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Hilfarth. Das Korbmachermuseum bot nun schon zum fünften Mal den etwas anderen Weihnachtsmarkt. Beim Chreskenkesmaat stand neben dem dekorativen, selbstgemalten und selbst gebastelten Angebot vor allem das Krippenspiel im Mittelpunkt.

Denn wo sonst sind ein Kälbchen und Schafe direkt in das Spiel einbezogen? Das „Inventar“ der lebenden Krippe hatte der Landwirt Leo Rick zur Verfügung gestellt. Es stand auf weichem Stroh und schaute dem Treiben auf dem sonst so ruhigen ehemaligen Klosterhof mit mehr oder weniger Interesse zu. Gegen die einen oder anderen Streicheleinheiten und eine Handvoll Stroh hatten sie auch nichts einzuwenden.

In der ehemaligen Waschküche

Und so waren Kälbchen und Schafe vor allem bei den jungen Besuchern auch schnell die heimlichen Stars. Doch auch sonst gab es eine Menge zu sehen. In der ehemaligen Waschküche, dem heutigen Filmraum des Museums, gab es weihnachtliche Gestecke mit Glaskugeln. Gleich nebenan im ehemaligen Stall präsentierte Christa Abels ihre Stofftierkollektion aus eigener Fertigung.

Roswitha Bilden aus Keyenberg hatte warme Socken, Schals und Mützen aus eigener Herstellung dabei, während Sylvia de Waal mit handgefertigtem Schmuck glänzte. Korbflechter Friedel Fell und Fred Krings ließen sich beim Korbflechten über die Schultern schauen und gaben auch bereitwillig Auskunft über ihr vergessenes Handwerk. Else Lengersdorf hatte ihre Aquarelle mitgebracht, die einen Einblick in die letzten Jahre ihres Schaffens gaben. Für den vorweihnachtlichen Appetit gab es Reibekuchen, Wurst und in der Weihnachtsbäckerei selbstgemachte Kuchen.

Doch kaum brach die Dämmerung herein, drehte sich alles nur noch um das Krippenspiel, das auf dem gesamten Hof des Museums stattfand. Marianne Breda nahm in den gemütlichen Sessel Platz und las die Weihnachtsgeschichte vor. Bernhard Berlin spielte den Josef, der gemeinsam mit seiner Frau Maria zur Volkszählung nach Bethlehem kommt. Die Maria wurde fvon Petra Vieten und Petra Knur dargestellt. Als die Heiligen drei Könige waren Rolf Frisch, Wilfried Knur und Willigerd Weirowitz im Einsatz. Die Kostüme stammten zum Teil aus dem Sternsinger-Fundus der Hilfarther Pfarre St. Leonhard und aus eigener Kreation.

Geschichte hautnah erlebt

Das Publikum erlebte die Geschichte hautnah und konnte auch noch näher herangehen. Das Kälbchen erwies sich als durchaus musikalisch. Schon vor dem Krippenspiel hatte es beim Auftritt des Kindergartens mitgesungen und den Gesangsvortrag dadurch aufgelockert. Zum musikalischen Gelingen des Marktes trug auch der Männergesangsverein Eintracht durch Weihnachtslieder bei.

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