Seiltanz und Spaß fürs Selbstwertgefühl

Von: kath
Letzte Aktualisierung:
8582443.jpg
Alle Achtung: Die Schüler der Förderschulen Gebrüder-Grimm Heinsberg und der Janusz-Korczak Heinsberg begeisterten die Zuschauer bei der großen Final-Zirkusshow am Ende ihrer Projektwoche, wie hier zum Beispiel beim Seiltanz. Foto: Katharina Hensel

Heinsberg. „Manege frei – das Spiel kann beginnen!“ Ganz neue Erfahrungen konnten die Schüler der Förderschulen Gebrüder-Grimm-Schule Heinsberg (GGS) und der Janusz-Korczak-Schule Heinsberg (JKS) in einer Projektwoche machen, die unter dem Thema „Zirkus“ stand. Eine Zirkuswoche, in der sich die Schüler in ganz neue Richtungen entwickeln konnten, neue Welten kennenlernten.

In dieser Projektwoche traf nicht nur die Welt der Schulkinder auf die Welt des Zirkus, sondern auch die Welt der JKS auf die der GGS. „Es ist ein Projekt der besonderen Art. Es ist uns immer wichtig, den Kindern zu zeigen, dass man gemeinsam etwas erreichen kann.

Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit sind für uns die wichtigsten Ziele einer solchen Woche“, beschrieb es Zirkusdirektor Niklas Lagrin vom Zirkus Regenbogen, der sein Zelt für die Projektwoche auf dem Sportplatz Im Klevchen aufgeschlagen hatte.

Clowns und Luftakrobaten

Mit seiner Familie ist er nicht nur bundesweit, sondern auch international unterwegs. Sie führen das Zirkusprojekt an den verschiedensten Schulen durch, um den Kindern neue Welten aufzuzeigen, sie wegzuholen vom Fernseher und vom Computer.

Für die 110 Kinder der zwei verschiedenen Förderschulen, die eine mit dem Schwerpunkt Sprache und die andere mit emotionaler und sozialer Entwicklung, war diese Woche nicht nur ein Erlebnis, bei dem sie lernten zu Jonglieren, Teller zu drehen oder über ein Seil zu balancieren. Sie lernten, ihr Selbstwertgefühl zu stärken.

Dass dies ein ganz wichtiger Punkt ist, weiß auch das Team der Schulleitungen, bestehend aus Ralf Bönder, Hubertine Fabry und Ingeborg Lingens. „Es ist beeindruckend zu sehen, was die Kinder sich im Verlauf der Woche alles getraut haben zu tun, was sie sonst niemals machen würden: Laut vor vielen Leuten sprechen oder über ein Seil zu balancieren“, lautet unisono deren Fazit.

Wie gut das Projekt und die Kooperation der beiden Schulen funktioniert hat, zeigte sich bei der großen Zirkusvorführung vor Familie und Freunden. Die Kinder waren mit Spaß und Begeisterung dabei und genossen es, im Mittelpunkt zu stehen, während sie etwas präsentierten, was sie vor einer Woche noch gar nicht konnten.

So begrüßten die beiden Zirkusdirektoren Nathalie und Max die Zuschauer auch: „Wir möchten heute etwas Außergewöhnliches zeigen. Und wir können unser Gelerntes endlich vorführen.“

Zwei Akrobaten-Gruppen zeigten tolle Pyramiden und andere Kunststücke. Ringe wurden durch die Luft jongliert, Teller ins Unendliche gedreht, und die Luftakrobaten zeigten am Ring ihre Zirkuskünste. Die Lachmuskeln strapazierten die Zauberclowns, die Schlauen Auguste und die Magie-Clowns.

Große Augen machten die Besucher im Zirkuszelt, als die Zauberer in einer Kiste ein Mädchen in einen Jungen verwandelten. Und bei den Seilläufern, wie auch bei den Feuerschluckern, stockte wohl dem einen oder anderen Elternteil der Atem.

Bei dem großen Finale, in dem sich alle Kinder noch einmal in der Manege versammelten, um das Zirkuslied zu singen, wurde der Erfolg der Projektwoche deutlich: „Manege frei, wir sind dabei! In unserem Zirkuszelt trifft sich die ganze Welt‚ gemeinsam haben wir eine beeindruckende Zirkusshow auf die Beine gestellt!“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert