Wassenberg-Effeld - Segelboote sind vom See nicht wegzudenken

Segelboote sind vom See nicht wegzudenken

Von: Anna Petra Thomas
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Die Klubmitglieder Günter Gesche, Mona Küppers, Manfred Peggen, Uschi und Wilfried Ludwig (von links) freuen sich über Urkunden und eine Glocke zum Jubiläum. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Effeld. Der Segelclub Wassenberg-Roermond feiert sein 50-jähriges Bestehen. Für die Ehrung von Gründungsmitglieder haben sich die Verantwortlichen einen besonderen Rahmen einfallen lassen. Auch die Jugendarbeit wurde gewürdigt.

Mit zwei großen, echten Booten hatten sie im Bürgerhaus in Effeld festgemacht, die Mitglieder des Segelclubs Wassenberg-Roermond (SWR). Silbrig glänzende Wellen in Form feiner Tücher wogten über die Tische. Kleine Ruderboote und Muscheln ergänzten die feine Dekoration, ebenso wie die Segel, die der Hallendecke die Form einer Kuppel verliehen. In diesem stilechten Ambiente feierten die Klubmitglieder zusammen mit Freunden, Verwandten und Gästen das 50-jährige Bestehen ihres Klubs, der seinen Sitz am Effelder Waldsee hat. Da kam es auch nicht von ungefähr, dass sie sich Henry Maessen den Betreiber der Freizeitanlagen am See zum Schirmherrn auserkoren hatten.

Zunächst jedoch begrüßte der zweite Vorsitzende Günter Gesche die Gäste. Seit mehr als 30 Jahren sei er schon aktiv, erzählte er. Als in den 1980er-Jahren das Surfen populär geworden sei, habe er den Verein schon kennengelernt, habe sich hier zunächst als Surfwart engagiert.

„Der SWR ist es wert, ihn zu kennen“, lautete die Erkenntnis des Vorsitzenden Manfred Peggen nach seiner kurzen Rede. Darin dankte er allen, die vor 50 Jahren den Mut zur Vereinsgründung hatten, die in dem halben Jahrhundert für die Belange des Vereins eingetreten sind und natürlich auch allen, die sich in der Vorbereitung des Jubiläumsfestes engagierten.

Stilecht im Ringelshirt mit großem Anker auf der Vorderseite trat dann der Schirmherr ans Mikrofon. Maessen würdigte vor allem die Jugendarbeit des Vereins, dem er stets windreiche Segeltage ebenso wünschte wie eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Der SWR sei aus dem Ort nicht mehr wegzudenken, befand Ortsvorsteher Alexander Staas. Über seine hervorragende Jugendarbeit erreiche er viele Menschen.

Von einer bewegten Vereinsgeschichte sprach Bürgermeister Manfred Winkens. In den ersten Jahren seines Bestehens habe es der Verein nicht leicht gehabt. Für den Schock mit den neuen Plänen für das Gelände im Jahr 2010 sei dann die Stadt verantwortlich gewesen, räumte er ein. Es habe kontroverse Gespräche gegeben, aber es sei schließlich gelungen, alle am See zu vereinen. „Wenn man am Beach Club sitzt und auf den See blickt, dann gehört ein Segelboot dazu“, ergänzte er.

„Wir haben es alle zusammengeschafft, für die gesamte Region ein ganz tolles Freizeitzentrum zu schaffen.“ Den anwesenden Kindern wünschte er, in 50 Jahren an gleicher Stelle zu stehen und das 100-Jährige des Vereins zu feiern. Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler-Verbandes, zeigte sich begeistert von der Integration des Vereins ins dörfliche Leben, vor allem aber von seiner Jugendarbeit: „Sie haben in den letzten beiden Jahr mehr Segler ausgebildet als sie Mitglieder im Verein haben.“ Und sie verriet, dass der Effelder Verein beim Seglertag Ende November in München wieder für seine gute Ausbildung ausgezeichnet werde.

Urkunden hatte sie für Günter Gesche mitgebracht, seit 37 Jahren Mitglied, drei Jahre Vorsitzender und 22 Jahre zweiter Vorsitzender, ebenso für Wilfried und Uschi Ludwig. Beide sind nicht nur Gründungsmitglieder, Wilfried Ludwig war zudem 28 Jahre lang Vorsitzender des SWR. Vom aktuellen Vorsitzenden erhielt er eine Glasplakette, die ihn als einzig aktives Ehrenmitglied des Vereins auszeichnet. Als weitere Gründungsmitglieder hatte Gesche schon zuvor Katja Krifft, Robert Stass und Manfred Reden genannt.

Als Erinnerung an das Jubiläum hatte Mona Küppers für den Verein schließlich eine Glocke mitgebracht. „Ganz schwäbische Hausfrau“, verriet sie – mit dem alten Logo des Verbandes. „Aber wetten, dass die ganz schnell mehr wert sein wird als eine mit einem neuen Logo“, betonte sie. Ewald Schmitz, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Effelder Vereine, hangelte sich sehr amüsant durch das Seglervokabular und merkte süffisant an: „Sie haben Wassenberg im Namen. Segeln kann man da nicht, da kann man nur baden gehen.“ Seine Wünsche am Schluss seiner Rede: „Nie kentern, Kiel oben schwimmen oder die Segel streichen.“

Musikalisch bereicherten den Festakt der Kirchenchor, der Instrumentalverein sowie das Trommler- und Pfeiferkorps. Es folgten ein Tanzabend und am nächsten Tag ein Sommerfest am See mit Wasserspielen und Segelilluminationen am Abend auf dem See.

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