Schwertkämpfe im Schatten des historischen Gemäuers

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
12509470.jpg
Spektakulärer Schwertkampf: Die Veytaler Ritter zogen viele Blick auf sich. Foto: Wichlatz
12509427.jpg
Spektakulärer Schwertkampf: Die Veytaler Ritter zogen viele Blick auf sich. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Nun bekommt der Burgturm sein Schutzdach. Viel wurde darüber geredet und diskutiert, zuletzt im Rat. Dort war eine Zusage beschlossen worden, bis zu 65.000 Euro zur Fertigstellung des Schutzdaches und der damit einhergehenden Arbeiten am Turm zuzuschießen.

Die Freunde der Burg unter der Leitung von Peter Fellmin hatten zuvor für das Projekt geworben und Spenden gesammelt. Daher wollten sie vor dem offiziellen Beginn der Arbeiten mit einem Baustellenfest auf dem Burghof den Spendern, Sponsoren und Helfern danken, wie Fellmin betonte.

Dabei ging es nicht nur um die Spender, denn auch viel praktische Arbeit wurde schon geleistet, um das Projekt realisieren zu können. Das haben die Freunde der Burg auch Peter Dahmen zu verdanken. Der Bauleiter des Vereins ist auch Geschäftsführer des Erkelenzer Unternehmens Schleiff, das sich mit der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude einen Namen gemacht hat. Anderen Unterstützern wie dem Baustatiker Adolf Sommer, der die notwendigen Berechnungen für die Dachkonstruktion vorgenommen hatte, überreichte Fellmin Urkunden zur Würdigung ihres Einsatzes.

Stammpersonal

Ein ehemaliger Burgfreund ist Richard Grätz, der dem Bauwerk seit seiner Kindheit verbunden ist. Mittlerweile ist er Mitglied der Veytaler Ritterschaft, die schon früher in Erkelenz im Schatten der Burg Quartier gefunden hatten. Die Veytaler um ihren Anführer Norbert von Thule gehören mittlerweile schon fast zu Stammpersonal der Erkelenzer Burg und beteiligen sich auch am alljährlichen mittelalterlichen Nikolausmarkt auf dem Burghof. Der blieb den Veytalern für ihr Lager diesmal vorenthalten. Stattdessen hatten sie sich auf der gegenüberliegenden Seite am Ziegelweiher niedergelassen.

Der Mittelaltermarkt schloss hinter dem Bauzaun die Lücke zwischen Rittern und Burg. Auf dem Markt gab es das übliche Treiben. Man konnte bei der Ausübung mittelalterlichen Handwerks zuschauen, die eine oder andere Köstlichkeit probieren oder sich an dem bunten Treiben auf dem Markt erfreuen.

Am Ziegelweiher gab es Lagerleben, gemütliches Beisammensitzen und Spiel und Tanz. Bruder Zacharias aus Düren zog eine alte Handkarre voll mit erlesenen Likören hinter sich her, zwischen dem sonnenbadenden Publikum gab die Band Vrevel zotige Lieder zum Besten, die zur Freude des Publikums vor nicht einmal zweideutigen Anspielungen strotzten. So stellt sich der unbedarfte Mensch „Lagerleben“ vor.

Als dann noch die Veytaler Ritter in voller Montur klappernd aufmarschierten, um den Zuschauern mal zu zeigen, wie man sich ordnungsgemäß mit Metallschwertern verprügelt, war die Illusion perfekt. Das lag auch an Oberritter Norbert von Thule, der durch sein martialisches Auftreten ganz schön Eindruck schinden kann.

Auch im Lager war das Burgdach Thema. Grätz erörterte mit Hubert Rütten und Willi Wortmann den Werdegang der Idee zum Schutzdach auf der Burg. Einig war man sich darüber, dass die Maßnahme notwendig sei, um das Gebäude zu erhalten. Über die Ausführung lasse sich jedoch trefflich streiten.

Dem alten Turm kann‘s egal sein. Er ist eingerüstet und wartet darauf, dass ihm der Hut aufgesetzt wird, der zuvor auf dem Platz vor der Burg gebaut und dann mittels Kran in die Höhe gezogen wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert