Schweizer Künstlerin stellt Werke im Horster Hof aus

Von: Sebastian Riechel
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Nicht alltägliche Ausstellung: Dr. Dirk Rosenbaum vom Kunstverein führt in das Werk von Franziska Rutishauser ein. Foto: Sebastian Riechel

Kreis Heinsberg. Zur Eröffnung der Ausstellung „Aggregation“ der Schweizer Künstlerin Franziska Rutishauser beim Kunstverein Region Heinsberg sind mehr als zwei Dutzend Besucher gekommen. Im historischen Gemäuer des Horster Hofs in Unterbruch wurden die neuesten Projekte der 54-jährigen Künstlerin vorgestellt. Ihre Werke sind von aktuellen physikalischen, philosophischen und ästhetischen Entwicklungen geprägt.

Die drei ausgestellten Ölgemälde, mehrere Zeichnungen und eine Leuchtkasteninstallation beschäftigten sich mit dem Motiv Wasser in der Farbgebung Rot. Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag von Dr. Dirk Rosenbaum. Der Kassenwart des Kunstvereins stellte die Bilder aus dem Werkzyklus „Aggregation – Dark light matter“ kurz vor und begrüßte die kunstaffinen Besucher. Für Rutishauser ist Kunst immer eine Form der Mitteilung: „Ich möchte in meinen Werken etwas aufgreifen, was unerklärlich ist, und darauf hinweisen.“ Die Farbigkeit der Bilder und der Kontrast zwischen der blutartigen Wasserdarstellung und der tiefschwarzen Umgebung erinnern an körperliche Merkmale und erzeugen deshalb auch eine Verbindung zum Menschen.

Die Kunstliebhaber zeigten sich merklich beeindruckt und verfolgten die Eröffnung mit großem Interesse. „Die Reaktionen auf meine Bilder und Zeichnungen sind niemals neutral. Die einen bewundern meine Werke, die anderen finden sie geradezu abscheulich“, sagte Rutishauser.

Die gebürtige Schweizerin freute sich, im Kreis Heinsberg ausstellen zu dürfen, gerade weil der Kunstverein jedes Jahr mehr als 50 Bewerber hat, von denen nur sechs bis sieben ausgewählt werden. Rosenbaum fügte hinzu: „Viele Künstler, die bei uns ausstellen konnten, haben kurz danach entweder eine Anfrage eines Museums oder für einen Ankauf erhalten. Aber das mag Zufall sein.“

Rutishauser gab den Besuchern zum Abschluss noch ihren persönlichen Blick in die Zukunft mit auf den Weg: „Ich glaube, dass sich durch die neuen Erkenntnisse der kosmologischen Forschung unser Weltbild fundamental ändert“.

Bis Sonntag, 16. Juli, ist die nicht alltägliche Ausstellung jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr und jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Horster Hof in Heinsberg-Unterbruch zu sehen.

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